Merry Christmas & a Happy New Year 2018

Weihnachstmarkt Köln

Hans & Karla die Erbauer unserer Blue Lilly

Wir sind seit Mitte Dezember auf Heimaturlaub, nach einem 32 stündigen Flug von Auckland NZ mit Zwischenlandung in Peking sind wir nun in Österreich. Die ersten Tage brauchten wir zur Aklimatisierung, wo wir Regelmäßig schon um 20.00 Uhr abends Zahnstocher zwischen die Augen brauchten um nicht wegzuschlummern. Der Jetlag hatte uns über mehrere Tage fest im Griff, sowie der Winter mit seinen Minustemperaturen bei denen wir uns nur mit mehreren Schichten an Kleidung vor dem Erfrierungstod retten konnten. Aber es ist dennoch schön in Österreich, endlich kann ich meine Kinder wieder in die Arme schließen, und mit ihnen lange Gespräche führen. Auch unsere Eltern, Geschwister und Freunde freuen sich schon riesig auf uns und wir auf sie. Es gibt viel zu erzählen, wir haben viele Erlebnisse unserer Reise im Gepäck, und natürlich interessieren wir uns sehr wie es den Daheimgebliebenen ergangen ist, so verfliegen die Tage an denen wir Besuche machen blitzschnell und die Zeit wird uns hint und vorn zu kurz. Einen kleinen Jahresrückblick könnt ihr im Reisetagebuch nachlesen.

Whangarei erreicht!

Bream Head

Der Rigger ist kaum fertig mit seiner Arbeit, bereiten wir das Schiff vor zum Auslaufen. Es ist bereits 17.00 Uhr nachmittags, wir wollen losfahren in Richtung Whangarei. Wir haben uns Entschlossen eine Nachtfahrt zu machen, um einerseits früh genug am Ankerplatz zu sein um mit der Marina noch unseren Sliptermin zu besprechen. Andererseits ist wieder einmal eine Front für die nächsten Tage vorhergesagt mit starkem Wind, rauher See und viel Regen bei so einem Wetter wollen wir auch nicht fahren.

Neues Zuhause für Seevögel

Es liegen ca. 90 sm vor uns, wir verabschieden uns noch von unseren Freunden von der SY Bonnie of Stockholm, Helene u. Tommy mit denen wir nun schon über Monate gemeinsem segelten. Dann gehts auch schon raus aus der Marina, wir motoren durch die Bay of Island, wir haben den Wind noch gegen uns, zum Trost begleiten uns Delfine. Sie tauchen unter unserm Schiff hindurch, kommen immer wieder aus dem Wasser und sind so nahe, dass wir sie super sehen und auch hören können. Nach 3 Stunden Fahrt passieren wir Cape Brett und nehmen Kurs auf entlang der Ostküste der Nordinsel Richtung Whangarei.

Endzeitstimmung

Der Wind kommt aus ESE wir segeln wieder mal sehr hart am Wind, aber wir segeln wenigstens auch wenn er nicht so stark ist, er treibt uns voran mit 10-15kn, wir sind relativ langsam, aber wir haben Zeit genug. Wir wechseln uns wieder ab bei der Wache, immer wieder tauchen blitzende Lichter vor oder neben uns auf, kommen näher und entfernen sich wieder. Fischer sind fleißig unterwegs. Der Wettergott ist uns gnädig, wir haben eine ruhige Nachtfahrt ohne Squalls, so erreichen wir im Morgengrauen das Kap Bream Head, das sehr imposant in das Meer ragt.

Frachtschiffe werden mit Holz beladen

Co-Skipper

Dieses Kap umrunden wir, dann sehen wir schon in der Ferne die Einfahrtsbojen in Richtung Whangarei. Wir können sogar noch ein gutes Stück den Hatea River hochsegeln. Der Tag begrüßt uns mit wärmenden Sonnenstrahlen die uns nach der kühlen Nacht sehr willkommen sind. Gleich bei der Einfahrt in den Fluß sehen wir linker Hand ein riesiges Industriegebiet, ein Treibstofftanker wird gerade entleert, mittels sehr futuristisch aussehenden Gebilden. Irgendwie erinnert mich das an den Film Waterworld mit Kevin Kostner, und eine eigenartige Endzeitstimmung befällt uns für einen Moment.

glücklicher Skipper

Eine Meile weiter taucht ein riesiger Holzlagerplatz auf, auch hier steht ein großes Schiff bereit zur Beladung. Rechter Hand sehen wir den Küstenstreifen der uns besser gefällt, grün sanft hügelig, vereinzelte Siedlungen, und immer wieder kleine Ankerbuchten. Wir folgen dem Wasserweg der uns gut durch den seichten Fluß bringt, kurz vor dem Ankerplatz gegenüber der Norsand Marina wirds kurz spannend, wir haben Low Tide und plötzlich nur noch 65cm unterm Kiel, dies war nur ein kurzes Stück, wo dann der Anker fiel hatten wir doch immerhin 90cm drunter, fühlt sich besser an. Wir geben unser Dingi ins Wasser und statten der Marina einen ersten Besuch ab, wo wir sehr freundlich empfangen wurden und gleich auf einen Kaffee eingeladen waren.

Natur pur

Siedlung

Rigging 2.Teil in Opua

Nachdem wir in Tahiti die Unterwanten tauschten, hat nun eine der Oberwanten w.o. gegeben, 3 Litzen sind gerissen. Hannes spricht mit dem Rigger, dieser warnt uns, wir sollen so nicht weitersegeln, also entschließen wir uns das gleich hier an Ort und Stelle machen zu lassen bevor wir runter in die Whangarei fahren wo wir unseren houl out haben. Die Zeit läuft uns wieder einmal davon, denn es bleiben uns nur noch 4 Tage um unseren Mast wieder ordentlich fixieren zu können. Der Rigger versucht die Schrauben die an der Außenseite der Saling nun schon seit 16 Jahren dort fixiert sind zu lösen, einer der zwei lässt sich rausdrehen doch der zweite bricht. Also muß er die komplette Saling mitsamt dem Draht am Mast abbauen und versuchen die Schrauben rauszubohren. Er schafft das nach einer Stunde arbeit, so nun kann er die neuen Drähte einfügen und den Mast damit wieder fixieren und in die richtige Position bringen. Wenn alles klappt wollen wir noch am Abend über Nacht nach Whangarei fahren ca. 90sm, denn am WE trifft eine Warmfront und eine Kaltfront zusammen und bringt schlechtes Wetter sowie viel Wind mit, da wollen wir schon sicher vor Anker sein, und am Montag Vormittag wird dann die Lilly aus dem Wasser geholt.

 

Erste Besichtigungstour

Mit dem rental-car rauf in den Nordzipfel von NZ, nach Cape Reinga, von Opua in der Bay of Island sind es one way 218km rauf bis zur NW-Spitze der Nordinsel. Wäre gar nicht so weit doch der NZ highway ist weit weg von den Autobahnen wie wir sie kennen. Mehr dazu im November Bericht.

 

New Zealand erreicht nach nur 7 Tagen und 10 Stunden, 1087sm

Wir sind überglücklich endlich in Neuseeland zu sein. Wir sind gestern den 03.11 um 08.00 Uhr morgens in Opua eingelaufen. Wir hatten eine tolle und sehr flotte Überfahrt von Tongatapu bis hier her. Unsere Lilly hat sich super auf der doch recht harten Fahrt bewährt hat all die starken überkommenden und brechenden Wellen gut gemeistert. Wir hatten viel Wind der sehr pulsiert ist, ständig hat er gewechselt von 18kn in sekundenschnelle rauf auf 35kn, also viel Arbeit. Ausreffen einreffen, zuviel Segel draußen, dann wieder zuwenig. Wir hatten kaum Sonne die ganze Zeit bewölkt, ein Tag Regen und immer viel Wind, hoher Schwell und Welle. Und je weiter wir südlich kamen umso kälter wurde es. Die Wassertemperatur ist von 25 Grad nun runter auf 16Grad also saukalt. Wir sind nun in der Opua Marina und sind noch recht müde von der Fahrt, der ganze Körper ist müde und braucht nun Erholung. Ich halt euch natürlich am Laufenden was sich weiter bei uns tut.

locationreport

Noch 500 Meilen bis Neuseeland. Stimmung an Bord ist besser wie das Wetter!
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Nuku a‘ lofa

Wir sind im Süden von Tonga in Nukualofa und Ankern gleich bei Big Mamas Yacht Club. Von hier aus können wir super easy mit der kleinen Fähre in den Hafen der Stadt fahren und diese zu Fuß erobern. Der Gemüse und Fischmarkt ist reichlich bestückt, wir kaufen noch frisches Gemüse und Obst für die Passage nach Neuseeland ein. In wenigen Tagen werden wir aufbrechen, jetzt aktuell sitzen gerade 5 Kapitäne der verschiedenen Schiffe beisammen und brüten über der Wettervorhersage, jeder hat so seine eigene Meinung und eine Übereinstimmung zu finden ist schwierig. Mir ist das ganze Gerede übers Wetter schon zu viel, ich will nichts mehr hören. Wir wollen aufbrechen, es sieht nach einem guten Wetterfenster aus,  und wie das Wetter in ca. 10 Tagen wirklich ist, kann sowieso keiner sagen. Also wir starten morgen den 26. Oktober hinein ins gute Wetter und hoffen auf eine gute Passage ohne hartem Wind und Welle.

hoffentlich Fisch

David, Hannes und ich versuchen bei Lowwater im flachen Wasser zu fischen. Dazu hat David ein Netz zum Auswerfen mitgebracht, das am außeren Ende mit Blei beschwert ist. Es tummeln sich Papageienfische im Wasser, David schleicht sich an, und schleudert das Netz raus. Die Fische waren schneller und sind ausgewichen, er holt das Netz ein, es sind nur 3 kleine, handtellergroße Fische im Netz die er mit einem gekonnten Biss totbeißt. Für uns ecklig für ihn ganz normal. Nach einigen erfolglosen Versuchen verlegen wir die Fischerei in unser Dingi, die beiden Männer versuchen nochmals ihr Glück, doch die Fische wollen einfach nicht anbeißen. Das ganz endet damit, dass wir David zu uns an Board einladen, bei Jause und Bier spielen Hannes u. David Gittarre so verbringen wir einen tollen, flotten, musikalischen Abend, und David spielt und singt tonganische Musik.