Urwaldwanderung

Wasserspeicher

Nachmittags unternehmen wie eine Urwaldwanderung, die kleine Insel Vaka’eitu ist nur von einer Familie bewohnt, deren Haus liegt direkt am Strand. Wir tragen unser Dingi die letzten Meter bei Niedrigwasser an Land. Schon kommt uns David das Familienoberhaupt entgegen und hilft uns dabei. Seine Frau bietet uns eine fritierte Brotfrucht an, die super lecker schmeckt. Wir brachten der Familie einige Lebensmittel die sie dankend annahmen. David führt uns durch seinen großen Garten und erklärt uns die verschiedenen Planzen. Er baut sogar seinen eigenen Tabak an, den er in kleinen Päckchen verpackt an die kleinen Chinesenläden verkauft und so ein kleines Einkommen hat. Das ist wirklich harter Tobak der hier geraucht wird und das ungefiltert, daher ist in Tonga eine Krebsart die schreckliche Auswirkungen hat und meistens zum Tod führt sehr verbreitet. Wir sahen immer wieder große Plakate in Neiafu wo vor den schrecklichen Folgen der Raucherei gewarnt wird, aber ich denke mit wenig Erfolg. David ist sehr stolz auf die Tabakpflanzen er raucht das Zeug auch selbst. Neben dem Tabak stehen noch Taro, Papaya und die tonganische Kavapflanze. Die bei Festlichkeiten zu einem milchigen Gebräu verkocht und getrunken wird. Kava hat eine berauschende und etwas lähmende Wirkung auf den Menschen, uns wird Kava angeboten wir lehen dankend ab, alles müssen wir nicht haben. Wir wollen eine Wanderung zum Riff durch den Dschungel machen, David drückt Hannes eine Machete in die Hand und beschreibt uns den Weg. Es ist ein kleiner Pfad der schon stark von der üppig wuchernden Natur bewachsen ist, Hannes hat genügend Möglichkeiten die Machete zu benutzten das ihm sichtlich Spaß macht, ich halt mich lieber ein paar Meter hinter ihm, denn er holt zum Ausholzen immer kräftig aus, und er fängt alle Spinnennetze ein, er macht das toll die Vorhut so kann ich einigermaßen Sicher durch den Dschungel wandern. Nach einer halben Stunde erreichen wir einen alten mit kleinen runden Steinen halbwegs befestigten schmalen Weg, der ein wenig den Berg hinaufführt. Wir gelangen an eine Stelle wo wir Überreste einer Zivilisation finden. Die Grundmauern eines längst verfallenem Haus sind schon so mit Grünzeugs überwuchert, dass man diese nur noch erahnen kann. Aber die Kloschüssel steht noch mitten im Urwald. Einige Meter weiter treffen wir auf 5 aus Stein u. Beton gemachte gorße Zylinder die zur Wassersammlung dienten. Wir sehen einige verbliebene Mauern eines Hauses, das Fenster, die Tür alles ist so zugewuchert dass kaum mehr zu erkennen ist was da mal stand. All das baute ein Deutscher der 1994 hier gelebt hat. Für mich ist es immer wieder erstaunlich wie schnell die Natur die von Menschenhand mühsam errichteten Dinge wieder erobert, jedesmal wird mir bewußt wie klein und unbedeutend wir Menschen in diesem großen Universum sind, und wie wichtig wir uns oft nehmen. Hier lernen wir wieder Demut vor der Natur zu haben. Wir erkunden das kleine verlassene Haus soweit es uns möglich ist, und kehren dann wieder zu Davids Haus zurück wo er und seine Frau gerade beim Abendessen sitzen, das unter eInem wundervollen, riesiegen Baum. Der Baum hat einen Hauptstamm und viele ein wenig dünnere Stämme oder Wurzeln die ihn stützen. Die Baumkrone hat einen von etwa 30-40mtr.

Schnorcheln an der Riffaußenseite

Die Crew von der SY Whisper HR Kevin & May holten mich um 9.00Uhr morgens ab zu einem Schnorchelgang. Hannes muß zuhause bleiben wegen seiner Schnittwunde, die Nähte sind noch nicht raus. Also fahren wir drei mit dem Dingi zum Riff, es ist gerade High Tide und das Schnorcheln ist zu dieser Zeit am Besten, denn bei Low Tide ist das Riff zuwenig mit Wasser überspült. Wir ziehen das Dingi an den kleinen Strand , schlüpfen in unsere Flossen und ab ins Wasser. Zuerst paddeln wir im flachen Wasser in Richtung Riffkante, das Wasser bricht sich dort und die Wellen kommen schäumend über das flache Riff. Ich bin ein wenig aufgeregt, komm ich durch die brechende Welle oheil durch oder nicht. Aber alles klappt es ist nicht so wild we es aussieht, ich werde zwar hin und hergepült, die Welle zerrt am Körper und ich muß gegen die Welle anschwimmen, nach einigen Metern bin ich durch und das Wasser ist wieder ruhiger. Jetzt kann ich die Unterwasserwelt genießen, es ist unglaublich schön. Ein großer Korallengarten ertreckt sich unter mir. Viele in Form und Farbe unterschiedliche Korallen kann ich bewundern, endlich mal Korallen die noch am Leben sind.Ich versuche zu Fotografieren doch es ist sehr schwierig, denn die auflaufende Welle schiebt mich immer hin und her. Unglaublich viele verschiedene Arten von Fischen tummeln sich zwischen den Korallenstämmen. Ich kann mich nicht sattsehen, doch wir müssen langsam wieder zurück an Land denn das Wasser beginnt wieder zu fallen, so schnorcheln wir zurück. Dort wo der Untergrund höher und das Riff flacher wird, bricht die Welle ich muß da durch. Zuerst hab ich noch klare Sicht doch dann bricht die erste Welle über mir, ich seh nur noch Blubberblasen, ich strample weiter, jede neue brechende Welle schiebt mich weiter rein ins flache Wasser und endlich hab ich wieder klare sicht und kann mich orientieren wo ich mich befinde. Etwa 100 mtr. noch und ich bin beim Dingi angelangt. Ein unglaublicher schöner Schnorchelgang liegt hinter mir und Hannes hat echt was versäumt.

Gezeitenwanderung

Wir befinden uns noch in der Vavau-Gruppe von Tonga in der Bucht Port Morelle, wo wir zuerst noch die vorhandenen vibrationen beim Windgenerator beheben. Dann wird das Boot zugesperrt, das Dingi gestartet, wir brechen auf zu einer Inselerkundungstour. Die Tiede ist geradeam Ablaufen soll heißen es beginnt Niedrigwasser, der Tidenhub hier beträgt ca. 1,2mtr. Wir machen unser Beförderunggerät am Strand fest, so jetzt kanns losgehen. Ein kleiner Pfad schlängelt sich durch den Busch, immer wieder haben wir Spinnweben an Füßen, Oberarmen und wie solls auch anders sein im Gesicht. Wir haben zwar beide einen Hut auf unf sind bewaffnet mit einem Stock, den wir immer wieder vor unserem Körper beim Gehen schwingen, aber all das hilft nur begrenzt um uns die riesigen Spinnennetze vom Leib zu halten. Die dazugehörigen Spinnen hocken in den Netzen und warten auf ihre Beute, sie sind absolut riesig, furchteinflößend und doch so erstaunlich schön. Wir wandern den mit roter Erde bedeckten Waldpfad entlang, immer wieder werden wir von Schweinen erschreckt, die auf der Suche nach Nahrung den Waldboden durchstöbern. Schließlich erreichen wir ein kleines Bauerndorf, es gibt keine befestigte Straße, nur einige kleine Wege die nur mit einer Art Unimog befahrbar sind. Wir verlassen das wuzi Dorf, ein neuerlicher Pfad führt und bergwärts, rauf und runter, wir prägen uns den Weg gut ein um auch wieder zurückzufinden. Nach einiger Zeit gelangen wir in das nächste kleine Dorf, genauso ärmlich wie das vorige, doch die wenigen Menschen die wir treffen sind freundlich. Der Weg führt uns weiter jetzt wieder runter, wir können zwischen den Baumkronen einen Blick auf das Meer unter uns erhaschen. Schließlich gelangen wir ans Ufer wo sich sogar eine mit Sandsäcken befestigte Steganlage befindet. Jetzt ist bereits Ebbe und wir können die Insel vom Ufer aus umrunden, wobei wir auf einige faszinierende Tiere unf Felsformationen treffen. Letztlich komen wir nach 4 1/2 Stunden wieder bei unserem Dingi an und freuen uns enorm über die wertvollen Dinge die wir dabei erlebt und gesehen haben.

Tierwelt in Tonga

Faszineirende Tiere über Wasser sowie unter Wasser, diese entdecken wir bei einem Ebbe-Spaziergang.  Wir rätselnn noch wie wohl das Tier heißt, das sich in jede noch so kleine, enge, flache Steinspalte reinquetscht und bei einer kleinen Bewegung unsererseits noch weiter reinschlüpft. Nur die schwarzen, beinahe behaarten Füße schauen noch raus. Der Körper zentral angeordnet, ein dicker, fetter, schwarzer Teil von diesem ausgehend erstrecken sich fünf lange feine Beine, beinahe so wie bei einer Spinne nur das dieses Lebewesen im flachen Wasser lebt. Auch ein Octopus quert unseren weg, noch sehr klein aber mit allen ausgestattet was er in diesem Lebensraum benötigt. Einige Mega-Spinnen entdecken wir im Wald lauernd auf deren Beute. Das grüne, kugelförmige Hinterteil der Spinne war ca. 2-3cm im Durchmesser. Wir tragen immer Hut am Kopf sowie einen Stecken zur Spinnennetzabwehr.

Travestie-Show Fakaleiti night (Neifau)

In der Bounty Bar findet jeden Mittwoch Abend die Fakaleiti Night statt. Eine Travestie Show die es schon seit Jahren gibt, aber mit immer wechselnden Akteuren. Die Damen haben allesamt einen normalen Job und machen diese Show nur zu ihrem Vergnügen. Wir haben diesen besonderen Abend sehr genoßen, die Ladies tanzen und am Besten ist es wen man kleine Pa’anga Scheinde zur Hand hat, eine kleine Belohnung für die Darbietung.

Tonga Vavau-Gruppe

Kurzmitteilung

Wunderschönes königreich Tonga, wir erklimmen den höchsten Berg, den Mount Talau mit ca. 120mt Höhe, eine nette kleine Wanderung von ca. 40 Minuten, die wir Ausdehnen auf eine 3 Stunden Wanderung. Am Berg selbst haben wir einen tollen Überblick über einen Teil der Vavau-Gruppe.

Plantains

Plantains – Kochbananen kauften wir in Niue vom örtlichen Bauern, wir wollten eigentlich nur eine Hand voll, bekommen haben wir gleich eine ganze Staude voll. Aber macht nichts wir kochen gerne damit, verwendbar wie unsere Kartoffel und in Scheiben geschnitten, fritiert schmecken sie besser wie Pommes. Wir verschenken einige davon an unsere Segelfreunde die auch Freude daran hatten. 

Mißgeschick in Tonga

Wir sind in Neiafu in Tonga an der Mooring, wobei wir diese nun schon zum dritten mal gewechselt haben da diese sehr knapp gesetzt sind und wir immer wieder sehr nahe zu den anderen Booten stehen. Jetzt haben wir endlich eine gute Mooring mit genügend Abstand zu allen unseren Nachbarn. Hannes startet früh morgens mit der Arbeit, er will den GPS Sender abbauen. Dieser sitzt genau unterhalb vom Windgenerator und dessen Rotorblättern. Leider vergisst er den Generator auszuschalten, dann beginnen sich bei einsetztendem Wind die Blätter zu drehen. Er hatte seinen Kopf leider zu nahe dran und schon schneidet eins der Rotorblätter in den Kopf von Hannes. Er blutet sofort sehr stark, ich versorge ihn mit erster Hilfe und dann nichts wie ab zum Arzt. Wir haben nicht weit mit dem Dingi zu fahren, und im Ort sind es auch nur 5 Minuten zu gehen. Dann sind wir in der Pharmacie wo auch eine Ärtztin da ist. Doch es ist Samstag und sie genießt gerade ihr Wochenende, die Dame an der Kasse ruft die Ärztin an, sie kommt dann nach 20 Minuten in die Apotheke und bittet uns in ein kleines Zimmer gleich neben dem Verkaufsraum. Dort sieht sie sich die Wunde an Hannes Oberhaupt an. Die entstandene Wunde ist 5cm lang und in der Mitte beinahe 1cm tief. Sie erklärt Hannes, dass die Wunde genäht werden muß, ansonsten ist die Gefahr einer Infektion zu groß, und die Wunde heilt auch besser. Alles wird vorbereitet, Hannes geht es soweit gut und liegt auf der Liege. Die Wunde wurde bereits gesäubert, dann wird eine Lokalanestäsie gemacht.  Danach bekommt Hannes einen neuen Haarschnitt, die Haare rund um den Schnitt werden gekürzt. Nun setzt die Ärtzin sehr gekonnt und professionell die 5 Nähte. Die verbleiben jetzt ca. 9 Tage in der Wunde,  dann kann ich sie mit Pinzette und einem kleinen speziell geformten Messer das mir die Ärztin mitgibt entfernen. Hannes hatte großes Glück, daß der Schädelknochen nichts abbekommen hat, nur ein winzig kleiner Ritzer. Wir sind sehr froh dass dies hier am Ankerfeld und in unmittelbarer Nähe einer medizinischen Versorgung passiert ist und nicht auf See wo weit und breit keine Menschenseele ist. Der ganze Spuk hat uns 120€ gekostet, gar nicht so viel. Wir möchten uns nochmal sehr herzlich für die rasche und kompetente Hilfe bedanken.