Whangarei erreicht!

Bream Head

Der Rigger ist kaum fertig mit seiner Arbeit, bereiten wir das Schiff vor zum Auslaufen. Es ist bereits 17.00 Uhr nachmittags, wir wollen losfahren in Richtung Whangarei. Wir haben uns Entschlossen eine Nachtfahrt zu machen, um einerseits früh genug am Ankerplatz zu sein um mit der Marina noch unseren Sliptermin zu besprechen. Andererseits ist wieder einmal eine Front für die nächsten Tage vorhergesagt mit starkem Wind, rauher See und viel Regen bei so einem Wetter wollen wir auch nicht fahren.

Neues Zuhause für Seevögel

Es liegen ca. 90 sm vor uns, wir verabschieden uns noch von unseren Freunden von der SY Bonnie of Stockholm, Helene u. Tommy mit denen wir nun schon über Monate gemeinsem segelten. Dann gehts auch schon raus aus der Marina, wir motoren durch die Bay of Island, wir haben den Wind noch gegen uns, zum Trost begleiten uns Delfine. Sie tauchen unter unserm Schiff hindurch, kommen immer wieder aus dem Wasser und sind so nahe, dass wir sie super sehen und auch hören können. Nach 3 Stunden Fahrt passieren wir Cape Brett und nehmen Kurs auf entlang der Ostküste der Nordinsel Richtung Whangarei.

Endzeitstimmung

Der Wind kommt aus ESE wir segeln wieder mal sehr hart am Wind, aber wir segeln wenigstens auch wenn er nicht so stark ist, er treibt uns voran mit 10-15kn, wir sind relativ langsam, aber wir haben Zeit genug. Wir wechseln uns wieder ab bei der Wache, immer wieder tauchen blitzende Lichter vor oder neben uns auf, kommen näher und entfernen sich wieder. Fischer sind fleißig unterwegs. Der Wettergott ist uns gnädig, wir haben eine ruhige Nachtfahrt ohne Squalls, so erreichen wir im Morgengrauen das Kap Bream Head, das sehr imposant in das Meer ragt.

Frachtschiffe werden mit Holz beladen

Co-Skipper

Dieses Kap umrunden wir, dann sehen wir schon in der Ferne die Einfahrtsbojen in Richtung Whangarei. Wir können sogar noch ein gutes Stück den Hatea River hochsegeln. Der Tag begrüßt uns mit wärmenden Sonnenstrahlen die uns nach der kühlen Nacht sehr willkommen sind. Gleich bei der Einfahrt in den Fluß sehen wir linker Hand ein riesiges Industriegebiet, ein Treibstofftanker wird gerade entleert, mittels sehr futuristisch aussehenden Gebilden. Irgendwie erinnert mich das an den Film Waterworld mit Kevin Kostner, und eine eigenartige Endzeitstimmung befällt uns für einen Moment.

glücklicher Skipper

Eine Meile weiter taucht ein riesiger Holzlagerplatz auf, auch hier steht ein großes Schiff bereit zur Beladung. Rechter Hand sehen wir den Küstenstreifen der uns besser gefällt, grün sanft hügelig, vereinzelte Siedlungen, und immer wieder kleine Ankerbuchten. Wir folgen dem Wasserweg der uns gut durch den seichten Fluß bringt, kurz vor dem Ankerplatz gegenüber der Norsand Marina wirds kurz spannend, wir haben Low Tide und plötzlich nur noch 65cm unterm Kiel, dies war nur ein kurzes Stück, wo dann der Anker fiel hatten wir doch immerhin 90cm drunter, fühlt sich besser an. Wir geben unser Dingi ins Wasser und statten der Marina einen ersten Besuch ab, wo wir sehr freundlich empfangen wurden und gleich auf einen Kaffee eingeladen waren.

Natur pur

Siedlung