Fahrt zu den Kap Verden

Endlich ist es Zeit für den Aufbruch zu den Kap Verdischen Inseln der Wettergott ist hat uns erhört und der von uns benötigte NE-Wind soll sich einstellen. Am Samstag den 24. Oktober ist es soweit. Wir verabschieden uns von lieben Seglerkollegen und starten den Motor, raus geht es aus dem Hafen, rein in den Atlantik. Crew besteht aus Robin, Klaus, Lydia und dem Skipper Hannes. Wir sind aufgeregt liegt doch eine weite Strecke und mind. 8 Tage auf See ohne Landsicht vor uns. Für Klaus ist es das erste Mal an Board eines Segelschiffes und daher sehr gewöhnungsbedürftig. Tag eins müssen wir Motoren, entlang der Küste von Teneriffa. Wir werden aber sehr entschädigt, Delfine umspielen immer wieder unser Schiff. Ein großer Wal durchkreuzt unseren Weg und stößt die Luft aus, der Wind trägt seinen Atem zu uns der stark nach faulen Eiern riecht, hat wohl seine Zähne nicht geputzt. Bei beginnender Dämmerung verabschieden wir uns von unseren Segelfreunden Sophie u. Frank via Funk, die beiden gehen an der Südspitze von Teneriffa vor Anker und wollen dann weiter nach Senegal. Wir setzen Kurs nach SAL, setzen die Segel und fahren zwar die ganze Nacht sowie den nächsten Tag mit nur 2-3 Knoten, kommen somit unendlich langsam voran. So kann sich Klaus auch langsam an die Schiffsbewegungen gewöhnen. Dann setzt endlich der ersehnte NE-Wind ein und sollte uns bis SAL erhalten bleiben. Nach den ersten beiden Tagen stellt sich eine Bordroutine ein, da wir wenig mit den Segel machen müssen, gleicher Wind die ganze Zeit, Genua voll gesetzt und ausgebaumt, haben wir viel Zeit für andere Dinge. Wir lesen viel und lernen unserem beyrischen Gast Klaus das österreichische Bauernschnapsen das ihm sehr viel Spass macht. Wir sehen keine anderen Schiffe bis kurz vor den Inseln, dann plötzlich am AIS ein Segelschiff, Hannes funkt ihn an, ein Franzose, wir sprechen ihn auf englisch an doch er meldet sich nicht. Wie die Franzosen halt so sind, die wollen einfach nur unter sich bleiben. Dann funken wir ein anderes Schiff an „Rock n´ Roll“, er ein Brasilianer sie eine Französin, das ist ein witziger Kerl und wir funken uns immer wieder zusammen, so erhalten wir auch den neuesten Wetterbericht. Der Wind nimmt zu bis auf 27 Knoten, wir müssen bremsen sonst kommen wir in der Nacht an, wir haben beinahe keine Genua mehr draußen, sozusagen nur noch ein Taschentuch und wir machen trotzdem noch 4-5 Knoten Fahrt. Am 8. Seetag taucht aus dem Dunst die Insel SAL frühmorgens endlich vor uns auf, am Vormittag gehen wir in der Bucht von Palmeira vor Anker. Wir haben es geschafft, super Überfahrt und 962sm liegen hinter uns.

Delfine

Delfine

Delfine1

Delfine ganz nahe.

Wal

Wal mit Mundgeruch

 

Seewasserdusche

Seewasserdusche

Klaus

Klaus hinterm Steuer

Fisch

frisch gefangene Makrele wird verspeist.