SAL „No Stress“ – Cabo Verde

Link zum Video:  Impressionen aus SAL 

SAL ist eine von 9 Kap Verdischen Inseln, diese ist die Sandinsel und sonnenreichste Insel. Hier gibt es außer schönen Sandstränden im südlichen Teil nicht viel zu sehen. Es bläst andauernd NE-Wind mit ca. 20-25KN Stärke und meistens bringt dieser viel roten Wüstensand mit sich, unser Schiff sieht dementsprechend aus. Aber Sal hat trotzdem ihren Reiz. Nach einer 4-stündigen Autotour haben wir so ziemlich alles gesehen was es zu sehen gibt. Im Süden ist die Insel voll mit Hotels ganz nach TUI-Manier, und hier können wir auch den Kitesurf Hotspot bewundern, kaum ist man aus St. Maria draußen, ist wieder die Ursprünglichkeit vorhanden, die wir im Ort Palmeira wo wir vor Anker liegen erleben können. Wir besichtigten einen alten Fischerhafen, wo noch vor ca. 100 Jahren Salz aus einem Vulkankrater abgebaut und verschifft wurde. Nach unserem Törn versuchen wir unseren Proviant wieder aufzufüllen, doch das gestaltet sich als etwas schwierig. Supermärkte wie wir sie kennen gibt es hier keinen, nur winzig kleine Läden wo es kaum frisches Obst noch Gemüse zu kaufen gibt. Außer Kartoffeln, Reis, Nudeln, Zwiebeln, gibt es Würstchen im Glas od. Corned Beef aus der Dose, Eier etwas Weißbrot und damit hat sich´s schon. Manchmal kann man Tomaten kaufen, nur der Preis ist sehr gewöhnungsbedürftig 5€/kg, da kann ich auch gleich mal drauf verzichten.  Frischfleisch sowie Wurst suchten wir vergeblich. Aber die Menschen hier sind sehr freundlich, die Landessprache ist portugiesisch und einige wenige sprechen ein bisschen englisch. Für die Leute ist es ein hartes Leben, auch sie müssen mit sehr wenig bis gar keinem Einkommen die teuren Lebensmittel die allesamt Importiert werden kaufen und damit zurecht kommen. Also Europa haben wir definitiv hinter uns gelassen. Überall wo wir hinkommen, wird uns zugerufen „Cabo Verde – No Stress“ soll heißen alles easy, alles cool. Im Ort hier der ein wenig verschlafen wirkt, fängt das Leben erst am späten Nachmittag an, da wird überall vor den Häusern musiziert, die Menschen haben die Musik im Blut. Wir liegen hier im Ankerfeld mit ca. 20 anderen Seglern, heute hat sich ein Schiff losgerissen und trieb durch den starken Wind gleich ab Richtung Hafenkaimauer wo auch ein großes Frachtschiff längsseits liegt. Robin und Hannes hüpften ins Dingi und brausten los um zu helfen, sie parkten zwischen dem Frachtschiff und dem Segelschiff, das inzwischen schon auf den Frachter auftrieb. Sie haben es geschafft das Segelschiff freizuhalten, mußten dann aber schnell weg, da unser 5 PS Dingimotor den Druck der durch den Wind entstand nicht lange gegen an halten konnte. Robin mußte das Dingi ganz allein da rausmanövrieren, er hat´s mit beherztem Einsatz auch geschafft, super gemacht. So ist immer was los bei uns und es wird bestimmt nicht fad.