Fort de France, St. Pierre (Martinique)

Unser nächstes Ziel ist ein kurzer Stopp in der kleinen Ankerbucht Fort de France, Hauptstadt von Martinique, und Ziel vieler Kreuzfahrtschiffe die ordentlich Schwell in die Bucht bringen. Wir besichtigen die pulsierende Stadt und können miterleben wie die großen Trommeln gespielt werden. Jedes Jahr wird der Karneval sehr gefeiert in der Karibik und dafür wird auch fleißig geprobt. Mit verschieden großen und unterschiedlich geformten Drums werden tolle Rhythmen erzeugt. Wir können gar nicht anders als uns gleich mitzubewegen, die Leute hier haben die Musik im Blut und bewegen sich ganz selbstverständlich weich und biegsam, nicht so steif wie wir Europäer. Wir suchen uns den Markt, wo wir uns eine Kokosnuß öffnen lassen und das erste Mal in unserem Leben eine frische Kokosmilch trinken und danach das Kokosfleisch verzehren, mmmh lecker und erfrischend.

Auf der Fahrt in Richtung Fort de France

Auf der Fahrt in Richtung Fort de France

 

 

 

 

 

Le Diamant ein vorgelagerter Felsen vor der Küste von Martinique

Le Diamant ein vorgelagerter Felsen vor der Küste von Martinique

 

 

 

 

 

 

Vor Anker in Fort de France

Vor Anker in Fort de France

Schoelcher Bibliothek in Fort de France

Schoelcher Bibliothek in Fort de France

Frische Kokosnuß

Frische Kokosnuß

Kleiner Mann ganz groß!

Kleiner Mann ganz groß!

Trommlergruppe in Fort de France

Trommlergruppe in Fort de France

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter geht es nach St. Pierre, dieser Ort war früher das kleine Paris von Martinique, doch als 1902 der ca. 1400m hohe Vulkan Mont Pelée der gleich hinter dem Ort hochragt, in einer gewaltigen Explosion aus Feuer, Lava und Gasen hochging, brannte die Stadt und das Meer brodelte, die vor Anker liegenden Schiffe sanken und 30.000 Menschen starben innerhalb kürzester Zeit. Diese Katastrophe überlebte nur ein einziger Mensch der in einer stark gebauten Gefängniszelle eingesperrt war. Wir können noch einige überreste des damaligen Theaters sowie einer großen Kathedrale besichtigen. Kaum vorstellbar, dass diese blühende Stadt binnen Sekunden in Asche verwandelt wurde. Heute präsentiert sich der Vulkan wunderschön, stolz auftragend mit üppigem Grün bewachsen, und außerordentlich friedlich, wie der Schein doch oft trügt. Wir unternehmen eine Wanderung zur Rum Destillerie die direkt am Fuße des Vulkans eingebettet in Zuckerrohrfeldern liegt, hier können wir auch noch das wiederaufgebaute Herrenhaus bewundern, sowie die Entstehung und Geschichte der Rumdestillierung erfahren. Natürlich kosten wir auch ein wenig und kaufen klarer weise auch Rum für unseren Sundowner ein. Ein neuer Tag bricht an, den wollen wir nutzen um den Sklavenweg zu wandern. Dazu starten wir im Ort um ein Taxi zu organisieren, das uns an den Ausgangsort bringen soll. Wir finden das Taxi stehend am Platz aber kein Fahrer weit und breit, in einiger Entfernung sitzen ein paar Männer gemütlich bei einem Tratscherl beisammen und lassen sich auch durch mich nicht wirklich stören. Ich frage in die Runde ob einer von ihnen der Taxifahrer wäre, doch ich bekomme nur ein Schulterzucken zu Antwort, erst als ich zum Auto gehe und versuche die Tür zu öffnen regt sich Interesse beim Fahrer der ja doch in der Männerrunde dabeisaß. Jetzt geht was weiter, wir verhandeln den Preis und los geht die Fahrt, wir sind immer noch in unserer europäischen Geschwindigkeit, denn normalerweise braucht man nicht 4x nachzufragen ob ein Taxi bereit ist, wir müssen wirklich endlich lernen, dass hier alles sehr gemächlich zugeht und wir ja auch Zeit im Überfluss zur Verfügung haben, aber das ist anscheinend nach nunmehr fast einem Jahr Freiheit noch immer nicht so richtig in unserem Gehirnen angekommen, wir werden schon noch lernen unseren Tatendrang etwas zu zügeln und geduldiger zu werden. Der Taxler bringt uns direkt zum Start des Trails, der von Sklaven gebaut und zur Entwässerung diente, er führt durch den Regenwald, auf der einen Seite ist Wasser, dann ein kleine schmale Mauer wo wir gehen können, dann geht es gleich mehrere Meter weit die Schlucht hinunter. Wir wandern den ganzen Weg entlang der uns die Natur auf sanfte Weise näherbringt, und uns wunderschöne Blicke in das Tal beschert. Zu Fuß geht es weiter wieder zurück nach St. Pierre. Am Ankerplatz angekommen, gehen Robin und ich gleich mit Schnorchel ausgerüstet ins erfrischende Naß, wir schnorcheln Richtung Ufer und können einen der giftigsten Fische hier in der Karibik bestaunen, einen Rotfeuerfisch. Die Stacheln des schwarz-weiß gestreiften Fisches sind außerordentlich giftig aber er ist toll anzusehen und wir müßen aufpassen, dass wir keine Berührung mit dem Tier haben. Hannes befreit unser Schiff in der Zwischenzeit von den lästigen Muscheln die sich immer sehr schnell am Rumpf und an der Logge festsetzen.Leider geht die Zeit sehr schnell vorbei und wir machen unsere „Blue Lilly“ wieder bereit zur Abfahrt denn wir wollen weiter zur nächsten Insel.

Vulkan Mount Pelee

Vulkan Mount Pelee

St. Pierre

St. Pierre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Künstler am Werk, aus Altwaren wurde liebevoll Kinderspielzeug gefertigt.

Künstler am Werk, aus Altwaren wurde liebevoll Kinderspielzeug gefertigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

ohne Worte

ohne Worte

Garten des Herrenhauses

Garten des Herrenhauses

Herrenhaus Rum Depaz

Herrenhaus Rum Depaz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Robin am Sklavenweg

Robin am Sklavenweg

Dschungel

Dschungel

Sklavenweg in St. Pierre

Sklavenweg in St. Pierre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überreste der Kathedrale in St. Pierre

Überreste der Kathedrale in St. Pierre

wunderschöner Ausblick aufs Meer vor der Rumdestillerie Depaz

wunderschöner Ausblick aufs Meer vor der Rumdestillerie Depaz

Regenwald

Regenwald