St. Lucia

Abendstimmung

Abendstimmung

Weiter ging es zur nächsten Karibikinsel nach St. Lucia, wir verließen Martinique bei gutem Wind. Vor uns sahen wir schon St. Lucia in der Sonne und hinter uns lag Martinique, dass im Verlauf des Tages immer mehr in dunkle Wolken gehüllt wurde, es kündigte sich ein Tief mit viel NE-Wind an. Wir kamen am frühen Nachmittag in der Rodney Bay in St. Lucia an und gingen direkt neben der SY Taurus vor Anker. Babsi u. Christoph mit ihrer SY Taurus sind nun schon 6 Jahre auf Weltumsegelung, haben beide Kaps umsegelt und stehen vor dem Abschluß ihrer großen Reise. Wir freuten uns riesig die beiden zu Treffen und haben sie gleich zum Essen eingeladen. Bei gutem Essen und kühlen Bier sitzen wir beisammen und die Beiden erzählen uns Geschichten und Erlebnisse aus ihren 6 Jahren auf dem Schiff.

DSCF0255Wir besichtigen den Ort Gros Islet und abends gingen wir gemeinsam mit Babsi u. Christoph zum großen Straßenfest im Ort. Wir aßen zum ersten Mal „Lambi“ (Chonch Muschel) gegrillt, schmeckt lecker, aber so ganz gut ist uns doch nicht bei dem Genuß, da uns die Muscheln im Meer lebend lieber sind.

 

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Markt in Castries

DSCF0258Frühmorgens spazierten wir in den Ort um den Bus zu erwischen, wir wollen nach Castries in die Hauptstadt von St. Lucia. Wir tauchten ein in die tolle Atmosphäre des großen Obst- u. Gemüsemarktes der hier noch sehr ursprünglich ist. Ich konnte viele Gewürze erstehen, die ich zum Kochen benötige. Wir haben Glück es sind wenige Touristen unterwegs so können wir uns alles in Ruhe ansehen.

Wieder zurück am Schiff bekommen wir nochmals Besuch von SY Taurus. Babsi u. Christoph zeigen uns 2 Vorträge ihrer Reise, Christoph erklärt und erzählt sehr lebhaft von ihren Erlebnissen. Wir sind absolut fasziniert von den Bildern, speziell vom Pazifik. Die Beiden geben uns viel wertvolle Tipps zu unserer Weiterfahrt und machen uns ganz heiß auf den Pazifik, wir können es nun schon kaum erwarten.

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Österreicher SY Taurus- Babsi u. Christoph auf Weltumsegelung

Tags drauf verabschieden wir die Beiden, sie wollen weiter hoch nach Kanada, waren einige schöne Tage, danke für die vielen Tipps.

Wir fahren weiter in die Marigot Bay wo wir relativ eng liegen, da auf der rechten Seite ein sehr flaches Riff liegt und links von uns Bojen verlegt sind, dazwischen ist noch die Einfahrtrinne für die Fischer und Ausflugsboote. Diese rauschen mehrmals am Tag mit lauter Musik und gejohle an uns vorbei.

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Bananendiebe

Abends bekommen wir Besuch von hungrigen Fledermäusen, diese fressen in der Nacht alle Bananen aus dem Netz, knabbern aber sonst nichts an, hinterlassen nur am Schiffsrumpf eine riesen Sauerei die wieder entfernt werden muß, putzen ist angesagt.IMG_4998

Marigot Bay

Marigot Bay

 

Boatboys streifen mit ihren kleinen Booten umher und wollten Früchte sowie aus Bananenblättern geflochtene Schüsseln verkaufen. Ich kaufe einige Tomaten, Mangos u. Gurken später unternehmen wir eine kleine Wanderung in den hoch über der Bucht gelegenen Ort, wo Hannes von einem Rasterman kleine geflochtene Tiere quasi geschenkt bekommt, Hannes fragt ihn was er dafür will, er sagt: „ give me what you want“, woraufhin Hannes 3 EC Dollar gibt, daraufhin sagt er: „No to less 5 EC Dollar“, so ist das mit den vermeintlichen Geschenken.

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Bootboy bei ihm habe ich Früchte gekauft

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Körbe u. Schüsseln gefällig?

Ein weiteres Beispiel wie die Leute hier zu Geld kommen, wir wollen aus purem Spaß mit unserem Dingi an Land rudern, wir kommen nicht weit, da kommt ein Raster angefahren und nimmt uns ungefragt in Schlepp, wir sagen ihm, dass wir das nicht wollen, da ignoriert er ganz gekonnt. Am Steg angekommen verlangt er wiederum 5 EC Dollar also Frechheit siegt auch hier.

Nach unseren schon hier etwas fragwürdigen Erlebnissen mit den Boatboys fahren wir weiter nach Soufrier wo sich auch die 2 großen Hügel der Insel befinden. Wir sind noch nicht mal in der Bucht kommt uns schon ein Bootboy entgegen und will uns unbedingt eine Boje andrehen, wir wollen aber keine und uns vorerst nur umsehen, aber Hannes lässt sich breitschlagen und verhandelt den Preis für die Boje, von 60 EC D auf 30 EC Dollar.

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Fischerboje ??

Die Boje wo er uns Festmacht ist ganz nah im Bereich wo die Fischer ihre Boote liegen haben, und unser Bauchgefühl sagt uns, dass hier etwas faul ist. Der Boatboy will für sein Service 20 EC D, wir kommen uns vor wie Melkkühe, alle wollen sie nur unser Geld auf dubiose Weise. Wir zahlen die Boje nicht, ich frag den Bootboy wo seine Familie zuhause ist, er zeigt mir das Haus, woraufhin, ich ihm sage wenn sich herausstellt, dass das was er uns erzählt nicht stimmt ich seine Familie finde, woraufhin er weniger glücklich und ein wenig geschockt abzieht. Wir suchen uns eine andere Boje von der hiesigen Organisation SMMA, die seriöse Bojen vermieten. Hannes ist ziemlich sauer Aufgrund solcher Dreistigkeit und meldet den Vorfall der Organisation, wo wir dann erfahren, dass diese große Probleme mit den Bootboys haben und geben uns einen guten Rabatt. Uns reicht es mit der ständigen Übervorteilung und klarieren aus, wir machen uns auf den Weg nach Bequia.

Soufriere mit den beiden großen Pitons

Soufriere mit den beiden großen Pitons