Bequia

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St. Vincent

STVAuf der Fahrt nach Bequia fahren wir entlang von St. Vincent, wo wir eigentlich in Chateaubelair einklarieren wollten, doch die Behörden machen schon Feierabend, am Freitag um 14.00 Uhr obwohl diese offiziell noch Dienst hätten, sie schicken uns weiter in die Wallilabou Bay od. nach Kingstown. In die Wallilabou Bay wollen wir aber nicht, da vor ca. 14 Tagen gerade ein Segler erschoßen wurde, so fahren wir weiter nach Kingstown, versuchen unser Glück dort, doch leider wieder Pech, weiter geht’s in die Blue Lagoon Bay (Young Island) wo wir mit letzten Tageslicht an eine Boje gehen. Erschöpft nach dem langen Tag beschließen wir hier nur zu Übernachten und gleich weiterzufahren nach Bequia. Jammerschade, denn St. Vincent ist eine tolle, grüne Insel mit einem Vulkan den wir gerne bestiegen hätten. Aber die Vorfälle der letzten Zeit, lassen die meisten Segler an der Insel vorbeiziehen.

Admirality Bay - Bequia

Admirality Bay – Bequia

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Robin rastet mal.

Beim ersten Tageslicht verlassen wir die Bucht und segeln weiter nach Bequia, dort angekommen können wir in einklarieren, werden außerordentlich freundlich empfangen und fühlen uns auf anhieb wohl hier. Wir erkunden den Ort, Port Elisabeth der einiges zu bieten hat, es gibt hier einige kleine Supermärkte, viele Restaurants, Inernetcafes, Tauchcenter, Shipchandler.

Wir marschieren auf das Fort Hamilton wo noch einige Kanonen rumstehen, von dort aus können wir die ganze Bucht überblicken. Beim runtergehen kaufen wir Brot direkt beim Bäcker der uns 3 mal vertröstet weil das Brot noch nicht fertig gebacken ist. Aber wir sind hartnäckig und können warten, so bekommen wir das Brot dann endlich noch ganz

heiß direkt aus dem Ofen und es duftet herrlich.

Bäckerei

Bäckerei

Hannes findet eine Wäscherei wo ich unsere Wäsche waschen kann, das mach ich dann auch, aber diese wird nicht ordentlich sauber, lediglich der Schweiß und das Salzwasser wird ausgewaschen aber so wie bei uns zuhause, dass Flecken entfernt werden und die Farben wieder leuchten, das ist es bei weitem nicht.
Wir wollen zur gegenüberliegenden Bucht in die Friendship Bay wandern, fußläufig ca. 20 min sagt man uns. Also los, steil bergauf geht die Wanderung durch den Ort dann wieder runter ins nächste Tal wo wir an der Bucht rauskommen, aber wir sind schon fast 1 Stunde unterwegs, wir marschieren weiter der Küste entlang bis zum Flughafen.

IMG_5040Wir fragen im Ort ob es einen Rundweg zur Admirality Bay gibt den wir gehen können, doch die Frau erklärt dass wir wieder denselben Weg zurück nehmen sollten. Wir geben aber nicht auf und suchen uns einen Weg, hinter dem Flughafen geht ein steiler schmaler Pfad nach oben, bei einem neu erbauten Häuschen vorbei. Dort angekommen empfängt uns der Eigner, wir fragen ihn um den Weg, er geht kurzerhand mit uns ein Stück des steil ansteigenden Weges mit und bringt uns zu einer neu angelegten Straße, er meint wenn wir dieser folgen kommen wir wieder zurück. Wir stapfen weiter, doch verlassen wir diese Straße wieder und starten in die Berge, denn auch hier führt ein steiler schmaler Grat nach oben immer der Küste entlang. In der Hoffnung nun doch einen Weg gefunden zu haben, folgen wir diesem Pfad bis zum höchsten Punkt und das bei brütender Hitze und ohne Wasser, ich komme mir schon vor wie bei einer Expedition, in Gedanken träumen wir schon von kühlem Nass das unsere Kehle runterläuft. Ganz oben angekommen, müssen wir erkennen, dass der Weg hier zwar weitergeht aber immer unwegsamer wird, wir müssten uns durch Gestrüpp kämpfen und weiter knapp an der Klippe vorwärtstasten, das lassen wir dann aber zu unserer eigenen Sicherheit bleiben und kehren um, wieder runter in den Ort.

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Österreich Flagge gehisst in La Pompe

Wo wir sofort in die erste Dorfschenke einkehren und Wasser bestellen. Wir sitzen nicht lange, setzt sich ein Mann zu uns und erklärt er ist der Gouverneur dieses Ortes. Wir stellen uns auch vor und erzählen ihm, dass wir aus Austria kommen. Sofort nimmt er Hannes an der Hand und führt ihn zu einer Truhe mit Flaggen, sucht die Österreichische raus und Hannes darf diese gleich im Freien wo auch schon andere angebracht sind aufhängen. Der Gouverneur ist mit sich und der Welt sehr zufrieden, wir plaudern noch ein wenig mit ihm und nehmen dann das Bus-taxi zurück zum Schiff.

 

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So kann man auch leben.

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kleiner Küstenweg entlang der Admirality Bay

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Dem geht es gut!