Myreau, Union Island, Carriacou

Mahnmal ein aufgelaufener Fischtrawler

Mahnmal ein aufgelaufener Fischtrawler

Myreau ist eine kleine verschlafene Insel, gleich nebenan befinden sich die bekannten Tobago Cays. Hier fühlen wir uns endlich in der Karibik angekommen, so haben wir uns die Karibik vorgestellt, lange weiße Sandstrände mit Palmen gesäumt, türkisblaues Wasser, eine kleine Bar wo wir ein kühles Bier bei guter Musik genießen können. Wir ankern in der Saline Bay viel weniger Boote als in der Salt Whistle Bay und wesentlich ruhiger, von dort aus unternehmen wir einen Inselrundgang, entlang eines großen Salzsee weiter an die Ostküste wo wir einen herrlichen Blick auf die Tobago Cays haben. Wir schlendern einen schmalen Pfad entlang. Dieser führt uns immer wieder ganz knapp am Ufer entlang, manchmal geht es auch ein wenig hinauf in die Berge und schlängelt sich dann wider hinunter an den Sandstrand. Wir finden bunte Korallen, Berge von Seeigeln und riesige Anhäufungen von leeren Conchmuscheln.  Schließlich gelangen wir in die Salt Whistle Bay die gerammelt voll ist mit Schiffen und dementsprechend laut. Es befindet sich ein aufgelassenes Hotel in der Bay, es sind lediglich noch ein paar kleine Bar´s offen, wir spazieren über einen steilen Berganstieg hoch in den einzigen Ort der Insel von da aus dann wieder an unseren Strand wo unser Schiff auf uns wartet.

Nur Schön!

Nur Schön!

ohne Worte

ohne Worte

Letzte Bar vor dem Dschungel

Letzte Bar vor dem Dschungel

Korallenfund

Korallenfund

Seeigelberg

Seeigelberg

Tobago Cays

Tobago Cays

Salzsee

Salzsee

Sandstrände soweit das Auge reicht.

Sandstrände soweit das Auge reicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Union Island ist unser nächstes Ziel, wir treffen schon am frühen Vormittag in der Chatham Bay ein, da diese Insel nur ein paar Seemeilen südlich von Myreau liegt, und werden schon beim Reinfahren von Schildkröten begrüßt.

Union Isalnd

Union Isalnd

Es geht ab zum Schnorcheln am ostseitigen Riff und schwimmen mitten in einem riesigen Fischschwarm, bei jedem Versuch einen zu ergreifen weichen die Fische gekonnt aus und formieren sich neu, ein tolles Schauspiel.

eine von vielen Schildkröten in der Chatham Bay.

Eine von vielen Schildkröten in der Chatham Bay.

Wir unternehmen eine 3 stündige Wanderung in die Hauptstadt „Cliffton“, hier ist es laut und quirlig. Beim Rückweg spricht uns ein Rastaman an wir sollen ihm Geld geben, damit er mit dem Taxi zur Chatham Bay fahren kann, wir sagen ihm er kann sich uns anschließen und mit uns dort hin marschieren, worauf hin sein Kumpel laut lacht wir uns umdrehen und den verdutzten Mann hinter uns lassen. Zurück in der Bucht treffen wir auf einen Engländer der in einem der kleinen Restaurants arbeitet, das Restaurant hat geschlossen, wir möchten aber was kühles Trinken, so spaziert er kurzerhand mit uns zum einheimischen Fischer, wo ein alter Gartentisch aufgestellt wird und wir mit den Füßen im Sand unsere Getränke genießen können. Zu uns gesellt sich ein alter Fischer, schon etwas betrunken, da er immer Abwechselnd an einer Rumflasche und dann wieder an einer Wasserflasche nuckelt. Wir unterhalten uns mit ihm, er ist sehr schwer zu verstehen, er spricht sehr undeutliches englisch. Ich frag ihn wie alt er ist, woraufhin er seine ganz klein gefaltete Geburtsurkunde zückt und sie uns unter die Nase hält. Der Engländer sitzt auch bei uns und hilft uns den Fischer besser zu verstehen, er erzählt uns auch einiges über die Insel und deren Bewohner, ein interessanter Nachmittag, schließlich holt uns Robin mit dem Dingi wieder ab.

Mangroveninsel

Mangroveninsel

Frigate Bay

Frigate Bay

Einfamilienhaus

Einfamilienhaus

Robin der Denker!

Robin der Denker!

Fischer bei der Arbeit

Fischer bei der Arbeit

Wir wollen ausklarieren, dazu fahren wir weiter in die Frigate Bay, und kämpfen uns mühsam gegen den Wind die 3 sm voran. Dort angekommen schaukelt es ordentlich am Ankerplatz und der Wind pfeift in die Bucht mit unverminderter Geschwindigkeit, wir wollten eigentlich noch eine Nacht bleiben, aber bei diesen Verhältnissen, gehen wir nachdem Hannes noch in Cliffton ausklariert hat wieder Anker auf und segeln weiter nach Carriacau.

lauter Austrianer auf der Blue Lilly

Lauter Austrianer auf der Blue Lilly

Am späten Nachmittag laufen wir in Hillsborough dem Hauptort von Carriacou ein, der Schwell hält sich einigermaßen in Grenzen, so bleiben wir Übernacht und klarieren morgens gleich ein. Wir erkunden die Stadt und finden einen Spezialitätenladen mit frischem Baguette, deutschem Käse (engl. Cheddar Chesse ist ein Graus) und gutem Schinken wo wir natürlich sofort einkaufen. Ansonsten hat die kleine Stadt nicht viel zu bieten, so gehen wir Anker auf, und fahren an Sandy Island (eine kleine unbewohnte Insel mit weißem Sandstrand) vorbei biegen um die Ecke wo uns der Ostwind auf die Nase heult und erreichen dann die Tyrrel Bay. Hier gefällt uns die Umgebung besser und gehen direkt vor einem österr. Beflaggten Schiff vor Anker. Wir lernen die beiden sympathischen Niederösterreicher Angela u. Franz mit ihrer Halberg Rassy SY Maeva Piti kennen. Ein Boatpeople kommt vorbei und will uns Austern verkaufen. Hannes will die kosten so bestellt er bei ihm 1 Duzend zum Preis von 30 EC $ (ca. 10 Euro), am späten Nachmittag bringt er die Mangroven-Austern. Die sehen völlig anders aus als die Auster wie wir sie kennen, sehen etwa so aus wie Miesmuscheln nur viel flacher. Hannes ist enttäuscht, hat er sich doch in Gedanken schon ein Festmahl ausgedacht, frische Austern mit Zitronensaft u. grünem Tabasco, Weißbrot dazu ein Festessen, aber mit diesen flachen Dingern ist da nichts zu machen. Hannes will sie gleich wieder ins Meer schmeißen aber Robin und ich opfern uns und wir kosten die Austern zumindest, man schmeckt das sumpfige der Mangroven raus, aber es befindet sich fast kein Fleisch in der Schale satt werden wir nicht. Am nächsten Tag erkunden wir mit dem Dingi die große Mangrovenlandschaft und erfahren durch ein Schild an der Einfahrt, dass sich hier ein großes Naturschutzgebiet befindet und die Mangrovenaustern nun unter Naturschutz stehen und nicht mehr verkauft werden dürfen, so hat´s uns wieder mal erwischt, da im Doyle (Seglerhandbuch) vom Jahre 2002 diese noch als Delikatesse beschrieben werden und man sie unbedingt versuchen soll. Tja so ändern sich die Zeiten und für den Einheimischen war es eine gute Einnahmequelle und wo kein Kläger da kein Richter, also wenn ihr mal in die Gegend kommt dann die Austern unbedingt auslassen. Ansonsten ist Carriacou eine nette verschlafene noch sehr ursprüngliche Insel. Wir sitzen abends mit den Niederösterreichern beisammen und plaudern endlich mal wieder über Gott und die Welt auf Austrianisch. In der Nacht beobachten wir einen Segler der noch einläuft und im hinteren Ankerfeld vor Anker geht. In der Früh entpuppt sich das Segelboot dann ebenfalls als Österreichisch, die Kärtner-Crew kommt uns mit ihrem Dingi besuchen. Das Dingi säuft schon fast ab, eine Seite ist schon zusammengeschrumpelt und muß immer wieder aufgepumpt werden, hält aber nicht lange. Wir bitten die 3 Michael, Rainer und Martin sofort zu uns an Board. Ihr Schiff die SY Freeman ist ebenfalls eine Reinke eine 12 M gehört Michael und wurde ebenfalls liebevoll wieder auf Vordermann gebracht. Die 3 wollen jetzt die Karibik erkunden und dann binnen 3 Monaten über die Azoren wieder ins Mittelmeer zurück. Wir verabreden uns  mit ihnen sowie mit Angela u. Franz zum Dinner im „Restaurant Lazy Turtle“ wo wir seit Monaten wieder mal eine Pizza essen, die hier hervorragend zubereitet wird. Der Abend geht rasend schnell vorbei, wir hatten viel Spaß miteinander, schade dass es immer gleich wieder Abschied nehmen heißt, denn wir fahren in unterschiedliche Richtungen weiter.  Wir wünschen der SY Freeman eine gute sichere Weiterfahrt bis ins Mittelmeer und darüber hinaus! Mit der SY Maeva Piti haben wir bereits ein Rendevous in Trinidad im Mai vereinbart, wir freuen uns jetzt schon sehr die beiden wieder zu treffen.

Bei uns geht es weiter nach Grenada wo wir noch ca. 1 Woche verbringen werden bevor wir weiter nach Tobago fahren.