Tobago die ersten Tage

IMG_5279IMG_5269Frühmorgens fahren wir mit dem Dinigi an den Strand wo eine starke Brandung aufläuft, natürlich werden wir beim Anlegemanöver von Kopf bis Fuß triefend Naß, da uns die Welle überholt und förmlich an den Strand katapultiert, so schnell konnte ich gar nicht an Land springen um das schlimmste zu verhindern. Begossen wie die Pudel sehen wir uns etwas verdutzt an, aber wir haben Glück und es gibt öffentliche Duschen wo uns gegen ein geringes Entgelt Eintritt gewährt wird. Alle drei stellen wir uns samt Kleidung unters Wasser und spülen uns das Salzwasser von der Haut und den Kleidern. Im Wind und der unbarmherzig strahlenden Sonne sind wir im Nu wieder trocken und suchen uns den öffentlichen Bus nach Scarborough der Hauptstadt der Insel zum Einklarieren. Die Beamten sind freundlich und wir sind rasch mit den Behördengängen fertig, und machen uns einen Eindruck von der Stadt die sehr quirlig und laut ist dann geht’s zurück mit dem Bus in die Bucht.

Um uns herum sind wenige Segler und die Bucht ist sehr groß also Platz ohne Ende, wir beobachten schon ein paar Tage die Jetskifahrer die sehr zivilisiert rein und rausdüsen aus der Bucht ohne unserem Schiff zu nahe zu kommen. Doch wie könnte es auch anders sein, plötzlich preschen 2 Jetskies unmittelbar aus entgegengesetzter Richtung immer wieder ganz knapp bei uns vorbei, wir beobachten die Situation und uns ist nicht ganz wohl, wenn da einer von den zweien in uns reinkracht, wir wollen uns nicht auszudenken was da alles passieren kann. Kaum gedacht macht es einen Knall die Motoren heulen nochmal kurz auf, dann ist Stille! Nein die beiden dummen Typen sind nicht in unser Boot gekracht, aber sie haben ein Fischerboot aus entgegengesetzter Richtung mit vollem Speed, weils ja so schön ist, umrundet und dann hat´s Bummm gemacht, ineinander gekracht sind sie. Wir sehen einen der beiden Fahrer schwimmen, dem dürfte es gut gehen, der zweite liegt mit der Schwimmweste im Wasser und rührt sich nicht.

IMG_5278Es dauert eine Weile und dann endlich bewegt sich auch er etwas linkisch schwimmend in Richtung der davon treibenden Jetskies. Wir überlegen schon ob wir mit dem Dingi zu Hilfe eilen sollen, aber da kommen schon die Jetskie-verleiher und kümmern sich um die Beiden, bringen sie an Land wo sie versorgt werden, die Jets treiben einstweilen weiter ab werden aber dann auch geborgen, sind nicht mehr fahrtüchtig und müssen abgeschleppt werden. Wir beschließen einen Landgang zu machen zum nahegelegenen Bucco Reef und kommen gerade dazu wie die kaputten Jets aus dem Wasser gezogen werden, Hannes und Robin helfen kurzerhand, der Besitzer erzählt uns dass die Jets durch den Zusammenstoß absolut unbrauchbar geworden sind, der Motor wird rausgenommen sonst ist alles Schrott. Den beiden „Crazy Guys“ geht es soweit gut, sie hatten großes Glück dass ihnen außer ein paar Schrammen nichts passiert ist, hätte schlimm enden können, aber in der Brieftasche wird’s wohl noch sehr weh tun, ungefähr 2-3000 Euro wird jeder von den beiden zu berappen haben. Hoffentlich merken sie sich das fürs nächste mal, dass die Jets zwar viel Spaß machen aber man trotzdem sein Hirn einschalten sollte.

IMG_5266Wir setzen unseren Spaziergang fort und marschieren das gesamte Riff uferseitig ab, wo wir zuerst beim Pigeon Point vorbeikommen. Ist einer der schönsten Strände auf Tobago, gesäumt von Kokospalmen die in den hellblau leuchtenden Himmel wachsen, ich versuche die Stimmung, das türkisblaue 27° C warme, saubere Wasser das sanft ans Ufer läuft auf Foto zu bannen, aber irgendwie will sich der tolle Strand nicht so recht am Bild festhalten lassen, am besten ihr schaut euch das selber mal an. Das Buccoo Reef ist eines der bekanntesten Korallenriffe der südlichen Antillen. Das Gebiet ist über 26 Fußballfelder groß und steht seit 1973 unter Naturschutz, wo das Riff über 50 Meter steil in die Tiefe hinabfällt gibt es jede Menge Haie, haben wir uns sagen lassen. Dürfte Stimmen gewaltige Walhaie, Ammenhaie und Hammerhaie tummeln sich hier. Wir haben sogar am Ankerplatz direkt unterm Schiff einen Katzenhai, der sofort zur Stelle ist wenn Essensreste über Board gehen, sozusagen unser Haustier. Robin geht baden, da kommt er auch schon ganz interessiert angeschwommen und Robin hat seinen Badeeinsatz gleich beendet, obwohl der ca. 50cm lange Hai eher scheu ist und wir nichts von ihm zu befürchten haben. Abends wenn die Sonne im Meer untertaucht, schleichen auch hin und wieder Wasserschlagen am Boot entlang. IMG_5276