Panamakanal

Panamakanaltransit (und Organisation des Transits ohne Agent)

Panamakanal Video von Robin:
https://www.youtube.com/watch?v=k6Km33QxO54

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dicker Frachter vor uns

Zuerst ein bisschen Kanalgeschichte, der Panamakanal ist eine künstlich errichtete Wasserstraße die ca. 82km lang ist, und den Atlantik mit dem Pazifik verbindet.
Es sind 3 Schleusen auf der Atlantikseite zu befahren wo man aufgeschleust wird, dann ist man im aufgestauten Gatunsee, dann mündet der See in den Fluß Río Chagres, danach sind wiederum 3 Schleusen zu überwinden, hier werden die Schiffe auf Pazifikniveau runtergeschleust, insgesamt wird etwa ein Höhenunterschied von 30 Metern rauf und 30 Metern runter bewältigt. 1881 wurde mit dem Bau begonnen, erst 1914 wurde der Panamakanal eröffnet und ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Ca. 15.000 Schiffe der Großschifffahrt werden jährlich geschleust, verschwindenden Anteil daran haben die Segelschiffe etwa 200 pro Jahr durchqueren den Kanal. Durch den Kanal bleibt der Schifffahrt die Fahrt um das Kap Horn an der Südspitze Südamerikas erspart. Mit der dritten Fahrrinne die erst im Juni 2016 eröffnet wurde, können nun auch Containerschiffe die 14.000 Container transportieren können, durch den Kanal geschleust werden.

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Sonnenuntergang im Gatunsee

Der Kanal bringt ca. 9% des Bruttoinlandprodukts von Panama. Ursprünglich versuchten die Franzosen den Kanal zu bauen, gaben aber dann aufgrund von unzähligen techn. Pannen, geologischen Fehluntersuchungen, schlechter Organisation, Planungsmängel und Bestechungszahlungen aus finanziellen u. politischen Gründen den Bau auf. Insgesamt starben 28.000 Menschen während seiner gesamten Bauzeit, in der Sumpflandschaft an Unfällen sowie Gelbfieber u. Malaria deren Erreger damals noch unbekannt waren. Schließlich wurde der Kanalbau im Jahre 1902 von den Vereinigten Staaten unter Präsident Theodore Roosevelt wieder vorangetrieben, wobei die USA 84.000 Hektar Kanalzone kontrollierten und besetzten, das ganze Territorium sowie die politische Hoheit über den Kanal wurde im Dez. 1999 an die panamesiche Regierung übergeben wobei der Kanal durch eine autonome Behörde verwaltet wird. Der Kanal ist übrigens 365 Tage, 24 Stunden in Betrieb.

Unser Transitstart:
Donnerstag 10.11.16 geht’s mittags los, wir legen ab mit unserem gut vorbereiteten Schiff in der Shelter Bay Marina und verholen uns auf den Ankerplatz „Flats“ in Colon vor dem Kanaleingang. 6 Stück gemietete Reifenfender sowie unsere eignen 9 Fender hängen an der Boardwand, die Fock u. Genuaschot haben wir an den Baum gebunden, damit sie aus dem Weg sind, die Solarpanele sind abgedeckt, damit beim Werfen der Affenfäuste nichts passiert, der Kühlschrank ist zum Bersten voll, ich hab gutes österreichisches Gulasch vorgekocht, Getränke eingekühlt, alles ist Startklar.

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Ankerplatz (Flats) Colon

So warten wir am Ankerplatz ungeduldig und aufgeregt auf den Advisor der um 13.00 Uhr an Board kommen soll, es wird später und wir werden noch unruhiger, denn warten ist für uns immer eine Qual. Wir diskutieren gerade mit Jochen u. Elke darüber ob wir nochmals bei der Kanalbehörde anrufen sollen, um nachzufragen wann der Advisor nun kommt, da plötzlich ein Funkspruch, Blue Lilly for Christobal Signal Station, Hannes saust runter zum Funk, wir bekommen Bescheid, dass der Advisor schon unterwegs zu uns ist, dann braust auch schon das Lostenboot zu uns heran, der Beamte springt gekonnt zu uns an Board stellt sich vor, er meint „ok lets go“ dann geht es auch schon los. Motor an und ab auf den Weg zur ersten Schleuse, er erklärt uns, dass wir mit einem Motorspeedboot geschleust werden, vor uns ein riesiger Frachter der übrigens mit einer Lokomotive in die Schleuse gezogen wird, ein kleines Motorboot an der Schleusenwand, das Speedboot ebenfalls an der Schleusenwand und wir am Speedbood dran, mit Vor- u. Heckleinen sowie Spring.

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Vier bis acht Zahnradlokomotiven schleppen die Frachter in die Schleuse.

Der Advisor ist recht freundlich und ausgesprochen motivierend für die gesamte Crew, er sagt uns genau was wir zu tun haben, bei der ersten Schleuse fährt zuerst der große Frachter ein, dann geht das Motorboot an die Schleusenwand, dahinter fährt das Speedboot an die Wand und zuletzt kommen wir an das Speedboot, dazu muß Hannes sehr vorsichtig manövrieren, er muß an das Speedboot ganz langsam ran. Robin an der Vorleine, gibt als erster die Leine über, dann Elke die Heckleine, zuletzt geben Jochen u. ich die Spring noch über, wir sind Festgemacht. Dann geht die Schleusung los, überraschend schnell binnen 8 Minuten kommt das Wasser in die Schleuse rein, und wir fahren die Schleusenwand hoch, wir haben eigentlich nicht viel zu tun, doch das Speedboot hätte alle Hände voll zu tun, um das Boot von der rauen, groben Schleusenwand fernzuhalten, doch die Linehander sind nicht so umsichtig und beinahe kracht das Boot mit dem Bug an die Wand, im letzten Augenblick fendern sie dann doch noch ab, wir beobachten und warnen aber reagiert wird erst sehr spät. Am höchsten Punkt der Schleusung angelangt, ertönt ein Signal dann geht auch schon das Schleusentor auf, wir müssen uns loslösen aus dem Paket fahren dann allein in die nächste Schleuse wo das ganze Prozedere wieder von vorne losgeht.

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Frachter, Motorboot, Speedboot und wir

Es sind am ersten Tag drei Schleusen zu bewältigen, bei der dritten Schleuse passiert es dann, die Crew am Speedboot passt wieder mal nicht auf, mit einem lauten Krack knallt das nigel-nagel-neue Speedboot an die Wand, au das tut uns weh, aber den Überstellern des Schiffes macht es anscheinend nicht viel aus, ist ja nicht ihr Schiff. Dann passt der Linehander vom Speedboot an der Heckleine nicht auf, lässt die Leine zu locker und wir driften schräg von der rechten Schleusenwand weg, Richtung Mitte der Schleuse und die linke Schleusenwand kommt rasch gefährlich näher, wir können nicht viel machen da wir ja sozusagen gefangen am anderen Boot dranhängen, Hannes versucht mit unserem Heckstrahlruder dagegen zu halten, bis endlich der Advisor die Crew und der Skipper vom Speedboot reagieren und die gefährliche Situation gebannt ist, das sind schon Schrecksekunden, so sind wir sehr froh dass endlich das dritte Schleusentor aufgeht und wir in den Gatunsee einfahren. Geschafft unser Advisor lots uns noch am Ankerplatz vor der alten Marina, er meint hier sind wir besser aufgehoben als wie üblich an der großen Boje und wird sogleich vom Lotsenboot wieder abgeholt.

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Jochen an der Spring

Der erste Schleusentag ist rasch und gut verlaufen, wir haben noch Zeit uns zu duschen, den Tag bei gutem Gulasch, einem od. zwei Bier, Revue passieren zu lassen, genießen noch den tollen Sonnenuntergang, sind froh so tolle umsichtige Linehander an Board zu haben und krabbeln dann alle müde und zufrieden in unsere Kojen, denn der nächste Schleusentag der vor uns liegt beginnt sehr zeitig in der Früh. Tag zwei, 05.30Uhr in der  Früh, Tagwache, ein rasches Frühstück für uns alle, dann kommt schon der nächste Advisor an Board, er heißt auch Robin, also haben wir zwei Robin´s an Board, gleich gehen wir Anker auf, zuerst fahren wir einige Stunden durch den Gatunsee. Dieser See ist nur durch den Bau des Kanals entstanden und ist ein wunderschönes, weitläufiges, unbewohntes Naturparadies. Dann um 11.30 sind wir schon vor dem ersten Schleusentor der Pedro-Miguel-Schleuse.

img_6192 img_6189 img_6187Leider fängt es an zu regnen und hört bis zum Abend nicht mehr auf, wir werden alle ordentlich nass. Heute werden wir anders geschleust, nämlich allein, was uns wesentlich lieber ist. Bei der Einfahrt zur Schleuse müssen wir an der Seitenwand kurz warten, denn wir fahren als Erste in die Mitte rein, hinter uns kommt ein Passagierschiff das an der Wand geschleust wird, das Schlusslicht bildet dann wieder ein riesen Frachter, nachdem alle zusammengewartet haben, geht dann die Schleusung los. An der Steuerboard sowie Backboardseite unseres Schiffes warten jeweils 2 Arbeiter die auf der Schleusenmauer stehen auf uns, diese werfen Leinen mit den sogenannten Affenfäusten (das sieht aus wie ein Wollknäuel, ein Gewicht mit Leine umwickelt, damit die Leinen besser geworfen werden können) zu uns rüber, dann müssen wir Linehander die vorbereiteten blauen Leinen daran festmachen, dann gehen die Arbeiter während wir bis zum Schleusentor vorfahren an der seitlichen Mauer mit, fangen dann an der Leine zu ziehen an, wir müssen unsere Leine nachgeben, so wird die blaue Leine übergegeben und an der Schleusenwand oben am Poller belegt, dann gibt der Advisor den Befehl, Leinen dichtholen, Elke und ich, wir sind am Bug des Schiffes, ziehen wie blöd die Leinen dicht und holen so das Boot in die Mitte der Schleuse, Robin und Jochen die an den Heckleinen platziert sind machen dasselbe eben hinten. Wir dürfen dann die Leinen sichern, jetzt fährt das Passagierschiff hinter uns ganz nah rein, dann noch der Frachter, kurzer Pfeiffton, dann geht die Schleusung schon los, der Advisor gibt das Kommando, Leinen auf Slip, wir haben nun die Aufgabe, das Boot auf seinem Platz nämlich in der Mitte der Schleuse zu halten als auch die Leinen je nach Geschwindigkeit und Höhe des Wasserstandes nachzugeben, Hannes ist am Steuer und muß dasselbe mit Motor machen, falls erforderlich.

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Elke u. Robin der Advisor

Diese Art der Schleusung ist für uns wesentlich angenehmer als die vom Vortag, können wir doch selber bestimmen was mit unserem Boot geschieht oder eben nicht geschieht. Wir werden super schnell hinunter geschleust, schon geht das große Schleusentor auf, wir müssen die Leinen wieder einholen, denn zur nächsten Schleuse der Miraflores-Schleusen müssen wir ein Stück fahren, bei der zweiten Schleuse wird uns wieder die Holeleine zugeworfen, wir machen wieder alles klar, und gleich darauf geht der Schleusenvorgang wieder von sich, sehr rasch und völlig unkompliziert, geht alles von statten, der Advisor Robin gibt uns immer wieder positive Rückmeldung, „You make a perfect Job Ladies!“, tut das gut so viel Lob.

img_6203 img_6194 Die Advisor sind speziell ausgebildet, können perfekt englisch und sind überaus freundlich. Ich versorg ihn dafür in den kurzen Pausen mit Getränken und gutem Essen, natürlich nicht nur ihn, auch dem Skipper und der gesamten Crew soll´s gut gehen bei uns an Board. Um etwa 14.00 Uhr dann der für uns sehr erhebende Moment das letzte Schleusentor geht auf und wir fahren in den Pazifik ein. Ich funke noch mit dem Balboa Yacht Club dass wir kommen, der Advisor wird kurz vorher abgeholt, er vergisst nicht uns alle nochmal gehörig für die gute Arbeit zu loben und springt auf das Lostenboot über. Wir hängen uns an eine Boje, müssen noch rasch aus unseren nassen Sachen raus, da uns trotz der warmen Temperaturen, schon sehr kalt ist. Wir sitzen dann gemütlich beisammen und feiern noch in den Abend hinein, endlich fällt die gesamte Anspannung und Nervosität von uns ab, wir sind glücklich dass alles so super gelaufen ist und wir so tolle Linehander an Board hatten, wir haben perfekt zusammengearbeitet, danke an alle! Donnerstag früh nach dem Frühstück verlassen uns Elke und Jochen, sie müssen wieder zu ihrem Schiff der SY Vitania die in der Linton Marina liegt zurück.

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Daumen hoch, vor uns das letzte Schleusentor!

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Jochen und Hannes lassen den Tag revue passieren.

Wir wünschen ihnen noch viel Spaß und viel Glück auf ihrer weiteren Reise wo auch immer sie unterwegs sind. So nun heißt es das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen, ich putze alles durch, Robin u. Hannes bringen die Schoten wieder auf den rechtmäßigen Platz am Schiff, die Reifenfender werden abmontiert, dann zusammen mit den gemieteten Leinen mit dem
Wassertaxi vom Balboa Yacht Club an Land zur Abholung gebracht. Danach verholen wir uns auf den Ankerplatz nach Las Brisas.

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Bridge of America vor dem Balboa Yacht Club

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Organisation des Panamakanaltransit ohne Agent:

1.) Transitstart: Ausfüllen des Formblattes Nr. 4405-I, dieses gibts als download:

http://www.pancanal.com/eng/op/forms.html

2.) Formblatt: Ausgefülltes Formblatt sowie die Bootspapiere (Seebrief.pdf, Passkopien.pdf) an die OPTc- Kanalbehörde per mail (optc-ara@pancanal.com) senden, dann nach 2 Stunden unter Tel. Nr. +507 443 2298 die Kanalbehörde anrufen, überprüfen ob das Formblatt angekommen ist. (Alle Beamten sprechen englisch)

3.) Mit dem Schiff zur Vermessung: Zum Ankerplatz, die Flats (Ankerplatz Colon Position 09 20.60 N 079 54.76 W), Shelter Bay Marina oder Club Nautico (Position 09 21.82 N 079 53.60 W) Am besten am Vortag des geplanten Kanaltermines nochmals bei der Kanalbehörde Tel. Nr. +507 443 2298 anrufen ob der Termin auch hält. Beim Einfahren in den Hafen, unbedingt bei „Cristobal Signal Station“ UKW Kanal 12 anrufen, und bekannt geben wo man hinfährt.

4.) Vermessungstermin wahrnehmen: Der Vermesser kommt an alle vorher genannten Plätze ohne Probleme hin, keine Extrakosten, alles in der Kanaltransitgebühr enthalten. Dann wird das Boot abgemessen, alles wird in den ganzen Formularen vom Vermesser eingetragen, man benötigt eine Toilette, eine Gashupe, einen Sonnen- bzw. Regenschutz für den Advisor. Unbedingt eine Mindestgeschwindigkeit von 5 Knoten soll vom Boot erreicht werden. Danach bekommt man vom Vermesser ein Schild mit der Registrierungsnummer ausgehändigt. (Diese Nummer gilt ein Leben lang.)

5.) Transitgebühr einzahlen: Nach dem Vermessungstermin muß man zur Citibank direkt im Hafen Colon um dort die Gesamtgebühr von 1875 US$ in Bar einzuzahlen. Mit Taxi hinfahren lassen ist am Besten (2 US $ p.P.). Die Kosten der Durchquerung des Panamakanals für ein Boot, das kleiner als 50 Fuss ist, betragen (Stand Oktober 2016) 984 Dollar, hinzu kommt eine Kaution von 891 Dollar, die nach problemloser Durchquerung des Kanals rückerstattet wird. Auf der Bank bekommt man ein Formular ausgehändigt, in dem angegeben werden muss, auf welches Konto die Kaution später zurück überwiesen werden kann. Eine Gebühr von 25 Dollar wird bei Rücküberweisung der Kaution einbehalten.

6.) Transittermin vereinbaren: Am Abend nach der Einzahlung kann man beim Traffic Scheduler telefonisch den Termin vereinbaren.  Nummer +507 272-4202, auch er spricht englisch. Der Termin ist recht schnell zu bekommen, binnen 2-3 Tagen nach Einzahlung der Gebühr wird normalerweise geschleust, in der Haupttransitsaison (Dez.-März) für Segler kann es mitunter etwas länger dauern.

7.) Boot Transitfit machen:

Leinen mieten: Für den Transit vorgeschrieben sind 4 mindestens 38 Meter lange und ausreichend dicke Leinen, sowie genügend Fender. Es gibt verschiedene Anbieter, die diese gegen Gebühr verleihen. Wir haben das bei Tito (Telefon +507 6463 5009) gemacht. Er verlangte 80 Dollar für die Leinen und 6 Autoreifen mit Plastik umwickelt als Fender inkl. Hintransport in Colon und Abholung nach dem Transit in Panama Stadt. Das geht sehr fix, einfach anrufen, er kommt in die Shelter Bay genauso wie zum Club Nautico, ist überall der selbe Preis, unbedingt darauf bestehen, dass auch die Reifen wieder zum selben Preis (also ohne Aufpreis) wieder retourgenommen werden. Am gleichen Tag kommt ein Taxifahrer und bringt uns Leinen und Fender in die Marina.

Linehander organisieren: Vorschrift sind 4 Linehander (zum Bedienen der Leinen an Bord), neben dem Kapitän und dem Lotsen (Advisor). Wir brauchten also noch zwei weitere Personen außer uns (Kaptiän Hannes, Linehander Robin u. Lydia). Uns begleiteten zwei befreundete Segler Elke u. Jochen. Das Helfen anderer Segler durch den Kanal ist unter den Seglern in Panama üblich und verbreitet. Robin half zuvor einem anderen Boot durch den Kanal, üblich ist, dass den Linehandern die Fahrtkosten erstattet werden. Sollte es an Linehandlern fehlen kann man diese auch gegen Gebühr mieten (Kosten 130 US$ p.P.), Aushänge machen oder auf folgender Website suchen: http://www.panlinehandler.com

Noch so eine Vorschrift, den Lotsen zu verpflegen, ist für uns eigentlich selbstverständlich, ich hab vorgekocht, dann ist der Stress etwas reduziert. Der Kanaltransit Richtung Pazifik dauert zwei Tage. Der Lotse verlässt das Boot über Nacht, die Linehandler bleiben, die gesamte Crew hat Hunger also genügend Proviant einkaufen.

Ankerplätze: “Club Nautico“ etwas rollig, da reger Verkehr der Lotsenboote, und Kreuzfahrtschiffe ankommen, es gibt Wasser, Wlan und einen Dingianlegesteg (3 US$ pro Tag u. Person). Die Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt sind günstig zu erreichen

Flats – mit gelben Bojen markiertes Ankerfeld, keine Diniganlegemöglichkeit (ist eigentlich nur zur Vermessung und zur Aufnahme des Advisors gut)

Shelter Bay Marina: Marinakosten je nach Bootsgröße, Vorteil – Boot liegt ruhig und sicher währen man alles organisiert, Pool und Duschen, Anlieferung der Fender u. Leinen problemlos, kostenloser Bustransfer der Marina 2x täglich rein nach Colon zum Einkaufszentrum Quatro Altos (großer Supermarkt Rey, ein großer Chinesischer Laden mit Mitgliedskarte günstiger, Elektronikläden, uvm.), von dort auch zum Einzahlen der Transitgebür mit Taxi zur Citiybank (2 US$ p.P.), zurück zur Marina wieder mit dem Marinabus.

8.) Nach dem Transit: Es gibt 4 Möglichkeiten noch in Panama City zu verweilen.

* Balboa Yacht Club: Bojenfeld gleich nach dem Kanal (für unser Boot 27 US$ pro Nacht), aber inkludiert Taxiboot, Wasser sowie Duschen, man kann Wäsche waschen (0,50 US$ pro Waschgang), Taxidienst einfach anfunken, kommt sofort, sehr praktisch, gleich nach dem Transit, Leinen u. Fender abgeben

* Playita Club: Ankerplatz, es gibt einen Schwimmponton zum Anlanden mit dem Dingi, der 50 Dollar die Woche kostet und der Ankerplatz ist aufgrund des Verkehrs im Kanal recht schaukelig, auch kann er sehr gefährlich bei Westwinden werden. Beim Ankern Tidenhub nicht vergessen 3-4 Meter.

* Flamenco Yachtclub: sehr exklusiv u. teuer

* Las Brisas (gegenüber Isla Naos): kostenloses Ankerfeld, hier gibt es allerdings nur einen verfallenen Schwimmponton, die Dingianlandesituation ist sehr abenteuerlich. Es wird zurzeit ein neuer Ponton gebaut, lt. Auskunft der Arbeiter soll dieser im Jänner 2017 fertiggestellt werden, hoffentlich ist es auch so, denn das Anlanden ist echt eine Zumutung.

Von Amador fahren alle 20-30 min. sehr moderne, klimatisierte Busse nach Albrook, dem zentralen Busbahnhof, sowie der riesigen Shoppingmall, die gleich gegenüberliegt. Von dort kommt man mit Bus oder U-Bahn überall hin weiter in der Stadt. Der Bus kostet pro Fahrt 25 Cent, man muß sich aber eine Chipkarte kaufen, die dann mit Guthaben aufladen, dieses wird beim Einsteigen in den Bus abgebucht.