Erkundungen

Wir machen uns auf den Weg unser erstes Motu sowie eine weiter Insel in Gambier zu erkunden. Dazu fahren wir 7 sm raus ans Außenriff, wo wir vor dem Riff vor Anker gehen. Das Motu direkt vor uns, ein herrlicher Blick. Wir hüpfen in die Flossen und ab geht es zum Schnorcheln, wir müssen unbedingt die Korallen und Fische besuchen die hier sehr zahlreich sind. Wir schnorcheln entlang des Riffgürtels der dann an manchen Stellen in Sand übergeht und flach wird, so bahnen wir uns den Weg zum Motu „Tauna“. Auf weißen Korallensand spazieren wir mit herrlichen Rundblick zum Einen auf den offenen, weiten, wilden, Pazifik zum Anderen auf die Inselwelt innerhalb des Riffgürtels wo das Wasser wesentlich ruhiger ist. Die Korallen sind hier leider auch nur noch zum Teil am Leben und wir können nur erahnen wie Farbenprächtig sie mal waren, durch das stark ausgeprägte El Nino und dem nachfolgendem El Nina Jahr hat eine großflächige Korallenbleiche stattgefunden, da sich das Wasser im gesamten Pazifik viel zu stark erwärmt hat, wodurch das Korallensterben ausgelöst wurde. Wir können aber viele unterschiedliche Arten von Fischen beobachten, z. Bsp.: eine 50cm große Flunder, die sich kaum vom Korallensand abhebt und nur sichtbar wird, wenn sie sich bewegt. Wir finden an den Korallenstöcken wachsend ca. 30cm große lebende Muscheln, die in ihrem inneren kobaltblau schimmern, einfach wunderschön und faszinierend. Wir übernachten am Ankerplatz doch die Nacht wird nicht sehr ruhig für uns, denn aufgrund des starken Südschwells den wir hier in der Lagune haben, rollen wir stark und unsere Ankerkette schrappt immer wieder an einem Korallenblock, das hört sich einfach grässlich an im inneren des Schiffes. Durch die Aluaußenhaut der Blue Lilly überträgt sich jedes Geräusch wie in einem Gitarrenkasten sehr stark. So beschließen wir nächsten Tag nochmals einen Schnorchel Gang zu machen und dann weiterzuziehen zur Insel „Akamaru“ die nur 4sm entfernt liegt.

Motu Tauna

Am Weg dorthin können wir etwas Segeln aber wir müssen immer wieder den im Wasser versenkten Muschelbojen ausweichen. Dann tasten wir uns mit dem Schiff wieder zwischen den Riffsäumen welche die Insel umgeben hindurch bis wir schließlich zum Ankerplatz gelangen. Leider auch hier kein guter Ankergrund, es ist Sandgrund der mit großen Korallenblöcken durchsetzt ist. Da müssen wir schon Glück haben um ein kleines Fleckchen Sand zu erwischen wo wir den Anker fallen lassen können, die Sicht bei 15 mtr. Wassertiefe ist auch denkbar schlecht. Leider kommen wir in das Innere der Lagune wo Sandgrund wäre nicht, denn dort beträgt die Wassertiefe nur mehr 1,4mtr. so tief ist unser Schiff, also unmöglich dort reinzufahren. Aber der Schwell wird hier durch das uns umgebende Riff abgebremst somit liegen wir ruhig am Ankerplatz. Also Dingi runter und nichts wie ab vorsichtig einen Korallenkopf nach dem anderen ausweichend tasten wir uns ran an die Insel und landen am Strand an. Dort angekommen spazieren wir los, wir sehen ein einzelnes Haus das wir ansteueren in der Hoffnung von dort einen Weg in den Ort zu haben. Kaum am Haus angekommen warden wir auch schon sehr freundlich von einem Polynesier begrüßt, er heist uns auf französich willkommen, seine Frau kommt uns auch begrüßen, von ihr warden wir herzlich umarmt sogleich sagt sie uns wir sollen uns Grapefruits vom Baum nehmen. Wir erklären ihr, dass wir zuerst in den Ort wollen und die Kirche suchen. Sie erklärt uns den Weg, wir staunen nur mehr, den der Weg führt uns mitten durch den wundervollen Urwald. Links und rechts entlang des Weges erblicken wir immer wieder bereits längst verlassene, verfallene einst sehr stattliche Siedlungshäuser. Früher lebten auf der Insel doch einige Menschen, heute wird die Insel nur noch von ein paar wenigen Leuten bewohnt. Beim Rückweg kommen wir wieder zur freundlichen Familie, dort empfängt uns er Hausherr schon und streift mit uns durch seinen üppigen Garten, wir bekommen Grapefruit, Zitronen und eine ganze Bananenstaude geschenkt, die Hannes mit dem Polynesier gemeinsam umhackt. Wir sind begeistert und auch ein wenig beschämt, so viel Herzlichkeit und Freigiebigkeit anzutreffen ist für uns Europäer doch sehr ungewohnt aber uns geht das Herz auf.