Flugplatzabenteuer

Rumspielen auf der Landebahn

Überreste eines Wracks

Wir verholen uns an ein kleines Motu „Apou“, begleitet von zwei anderen Segelbooten gehen wir vor Anker, das Wasser ist kristallklar, so hält uns nichts mehr am Boot, ab ins Wasser zum Schnorcheln. Wir empfinden das Wasser mit 25° nun schon als recht kalt, also ziehe ich mir den Anzug an, gut so denn Hannes der meint er kommt ohne aus, hält es nicht lange im Wasser aus, es wird doch recht schnell kalt, nur in der Badehose. Ich versuch einige Fotos zu machen was mir nur unzulänglich gelingt, die Korallenlandschaft ist einzigartig, zwar sind viele davon leider abgestorben, doch manche erstrahlen in safrangelb oder sind elfenbeinfarbig, sie weisen verschiedenste Formen auf, von großen runden Korallen die ca. 2 Meter in Durchmesser sind und von 1Meter bis zu 2 Meter in die Höhe ragen und verschiedenste Muster aufweisen wie Korallen die so groß wie Sträucher mit Blattwerk sind, dazwischen verstecken sich die unterschiedlichsten Fischarten, die wir nur entdecken wenn wir eine Zeit lang über der Koralle ruhig im Wasser liegen bleiben und warten, dann fängst sich überall das Leben zu regen an. Dann können wir beobachten wie die kleine gelbe Fische von größeren bläulich schimmernden gejagt werden, andere wieder spielen miteinander, einfach herrlich zu beobachten. Wir schwimmen an Land um uns in der Sonne zu trocken und aufzuwärmen, wir erkunden die kleinen Inseln wo wir immer wieder zwischen Korallenbänken und Sandbänken die ganzen Inseln umrunden können. Dabei entdecken wir an der Riffkante ein zerschollenes Schiff, die brechend See hat das Wrack schon komplett aufgearbeitet, es liegen nur noch verrostete Metallteile herum die schon beinahe beim Hinschauen zerbröseln, es macht uns immer etwas traurig wenn wir so etwas sehen, denn man weis nie welches Schicksal die Crew des Schiffes ereilt hat. Abends machen wir auf einer der Inselchen zusammen mit den 2 anderen Segelbooten ein Lagerfeuer, dazu müssen wir allerdings zuerst ausschwärmen um trockenes Holz zu sammeln. Bald ist das Feuer entzündet und bereit zum Grillen, wir werfen Folienkartoffeln in die Glut. Teig der um einen kleinen Ast gewickelt wird im offenem Feuer zu Brot gebacken, Würstel braten am Rost, alles zusammen schmeckt super lecker. Mit vielen Geschichten der Crews, die eine SY Pirlquit (Belgien) kommt gerade aus Patagonien und SY Stellapolaris (Norwegen) kommt von Galapagos, wir von Pitcairn, jeder hat unterschiedlichste Erlebnisse zu erzählen, so verfliegt der Abend viel zu schnell, dann heißt es auch schon Feuer löschen alles zusammenräumen, damit wir den Platz wieder so verlassen wie wir ihn vorgefunden haben, so können nachfolgende Segler wieder Freude daran haben.

Vormittags fahren wir zurück in die Nähe des Flughafens denn die Crew von SY Stellapolaris möchte sich auch den Flughafen ansehen und wir wollen am falschen Pass Schnorchel gehen. Also Anker runter, Dingi ins Wasser und ab zum Flughafengelände, wir sehen ein Motorschiff ankern ganz in der Nähe des Flughafens die „Plan B“ sahen wir schon auf den Las Perlas. Wir wissen, daß normalerweise nur Dienstag und Samstag ein Flieger landet und heute ist Montag also kein Problem alle ist ruhig in der Flughafenumgebung. An der Rollbahn angelangt, baut Helge seine Throne auf um damit herumzufliegen und Fotos zu machen, doch kaum ist das Ding startklar, und Helge will damit abheben, macht die Throne keinen Rührer, warum das, tja das Gerät hat ein GPS eingebaut und erkennt das Gelände, somit dass wir am Flughafen sind, und verweigert die Starterlaubnis mit dem Kommando „No Flight Zone“. Ok auch gut, Helge packt die Throne wieder ein, wir treiben unsere Späße auf der Rollbahn, Camilla schießt einige professionelle Fotos wir haben unseren Spaß. Helge und Camilla bleiben noch auf der Rollbahn sie möchte noch weitere Fotos machen, wir spazieren einstweilen gemütlich zum Flughafengebäude. Kaum dass wir um die Ecke kommen, staunen wir nicht schlecht, ein Koffer steht bereit, das Feuerwehrauto ist einsatzbereit, einige Flughafenarbeiter sausen herum, auch die Arbeiter entdecken uns, und fragen uns wo wir gerade herkommen, wir erzählen dass sich noch 2 weitere von uns auf der Rollbahn befinden, schwupps sitzt auch schon der Feuerwehrmann im Auto und rast los um die Beiden zu holen.
Gerade noch rechtzeitig, denn ein zweistrahliger Privatjet setzt schon zur Landung an. Wow das war knapp, wir sind heilfroh dass die Throne die Starterlaubnis verweigert hat, nicht auszudenken was da passiert wäre. Auch das Personal vom Flughafen ist happy das nichts passiert ist, denn eigentlich wäre es ihre Pflicht gewesen die Rollbahn mit dem Feuerwehrauto zu kontrollieren, so haben sie selber es verabsäumt ihre Aufgaben ordentlich zu erledigen, und wir bekommen keinen Anschiß im Gegenteil alle sind sehr freundlich, wir dürfen sogar den Jet noch besichtigen, aber ein kleiner Schock sitzt uns doch allen in den Knochen, das nächste Mal wenn wir irgendwo auf einem Flughafengelände rumspielen werden wir auch aufmerksam den Himmel beobachten.

Aufbau der Throne auf der Rollbahn

Startversuch

Jet ist gelandet

zweistrahliger Jet im Anrollen