Nuku Hiva

Nuku Hiva mit einer Fläche von etwa 340 km² und ca. 2.600 Einwohnern ist die größte und bevölkerungsreichste Insel der Marquesas. Die meisten Besiedelungen liegen im Osten und Süden, der sehr dicht bewachsen ist. Der im Westen gelegene Mont Tekao (1224 m hoch) ist der höchste Berg der Insel im Zentrum des Toovii Plateaus das oftmals in Wolken liegt. Wir erwandern uns die Insel das nur zum Teil möglich ist, denn sie ist oft durch sehr steile Schluchten unzugänglich. Wir Ankern in der Bucht Taiohae die in einem Becken geschützt durch die umliegenden Berge liegt. Im Zentrum befindet sich der größte Ort der Insel. Hier besichtigen wir auch die örtliche Kirche mit dem klingendem Namen Notre-Dame. Im Ort gibt es sehr gute Versorgungsmöglichkeiten, sowie einen Yacht Service, Kevin hilft den Seglern wo er kann. Für uns trinkbares Wasser gibt es in diesem Tal keines, es ist zwar genügend Wasser da aber es ist kein Quellwasser und daher nicht so rein. Es wird uns abgeraten es zu trinken oder unseren Tank damit zu füllen. So verholen wir uns nach einigen Tagen in der wundervollen Umgebung ein paar Seemeilen weiter südwestlich in die David´s Bay. Diese Bucht fasziniert uns sehr, der meerseitige Zugang zur Bucht ist relativ eng, und wird einerseits durch ein Riff, wo das Meer wild anbrandet, und andererseits durch hohe, steil abfallende Berge begrenzt. Es steht der Schwell in den Eingang der Bucht und es sieht beim Näherkommen wirklich wild aus, man denkt, da sollen wir nun rein, kaum vorstellbar dass es in der Bucht dann recht ruhig sein soll. Doch nachdem wir den wilden Einfahrtsbereich durchfahren hatten, lag tatsächlich die Bucht sehr ruhig vor uns, und wir lagen recht angenehm vor Anker. Da sämtliche Ankerplätze in den Marquesas eher rollig sind, ist das ein echter Genuß, mal nicht von einer Seite zur Anderen geschaukelt zu werden. Wir rudern an Land und unternehmen eine Wanderung zum 350m hohen Ahuii-Wasserfall. Die führt uns durch den üppig bewachsenen Wald, der Weg ist schlammig und vom Regen aufgeweicht, immer wieder müssen wir durch einen Fluß waten, wo uns das Wasser bis zum Popo reicht. Aber nach 2 Stunden haben wir es geschafft und stehen vor dem steil herunterfallenden Wasser, das sich tief in den Felsen gegraben hat, ein sehr imposanter Anblick. Am Rückweg durchqueren wir wieder den Fluß und Hannes spürt etwas glittschiges an seinem Fuß, er entdeckt einen 1,5mtr. langen Aal. Wir füttern ihn mit Brotkrumen an, und es gesellt sich sogar noch ein zweiter Aal dazu, herrliche Tiere, aber ich bin froh schon aus dem Wasser zu sein. Weiter geht’s zurück zum Hakaui-Tal, wir kommen bei einer Familie vorbei, die viel Obst und Gemüse selber anbaut, wir kaufen Früchte und Ingwer ein. Dann geht es retour zum Schiff, wir wollen auch noch Wasser holen. Denn hier gibt es Quellwasser und wir füllen unsern Tank damit auf.

Bucht Tahioe

 

Kathedrale Notre Dame