Uo Pou

Flughafen Ua Pou

Outdoor Küche

Hakahetau

Wir segeln weiter zur Insel „Ua Pou“ das bedeutet „Zwei Säulen“, als wir die Insel sahen, verstanden wir den Namen, denn es ragen aus dem dicht mit Wald bewachsenen Tal und der dahinter liegenden Berge tatsächlich zwei Säulen in den Himmel. Die Bergsäulen erinnern stark an den Zuckerhut, so spitz und steil erheben sie sich majestätisch über die umliegenden Berge. Diese Insel ist die drittgrößte der Marquesas, wir liegen mit Bug u. Heckanker in der Bucht Hakahau, wo sich auch der Haupthafen der Insel befindet. Der Ort erstreckt sich von der Bucht bis hoch zu den Bergen, die Insel hat ca. 2200 Einwohner, diese sind außerordentlich friedliebend und freundlich. Es gibt einige kleinere Supermärkte die wieder erwarten sogar ganz gut sortiert sind und wir unsere Vorräte wieder etwas aufstocken können. Wir starten eine Wanderung hoch zum Flughafen der durch eine 10km lange Straße vom Ort aus erreichbar ist. Ja die nur 105km2 kleine Insel hat tatsächlich ein Rollfeld, wo nur Kleinflugzeuge starten und landen. Der Flugplatz ist der Schrecken aller Piloten, denn gelandet wird direkt an der Kante zum Meer danach stoppt die nur 830mtr. kurze Landebahn direkt am Fuß der Berge, viel Platz ist nicht. Wir wandern vom unserer Ankerbucht die Straße entlang, die über Serpentinen in die Berge führt. Nach etwa 1 Stunde stoppt ein Auto, ein freundlicher Herr fragt uns wo wir denn hin wollen, wir sagen ihm zum Flughafen, kurzerhand nimmt er uns mit und erzählt uns einiges über den Flugplatz sowie über die Insel. Unser Fahrer erzählt uns, dass auf der Insel Blumensteine gefunden wurden, das sind seltene Trachytsteine mit dekorativen, wie Blüten aussehenden Einschlüssen, diese Blüten sind in den Farben gelb, orange gehalten. Diese Steine gibt es auch heute noch zu kaufen, denn die Einheimischen wissen genau wo diese zu finden sind. Unser selbsternannter Reiseführer hält immer wieder an, damit wir die Berge und den Flughafen sehen können, wir entschließen uns mit ihm ins nächste Dorf nach Hakahetau zu fahren. Dort angelangt, verabschieden wir uns von unserem netten Fahrer und besichtigen das Dorf und die Bucht, die zwar wunderschön aussieht aber mit dem Dingi Anlanden sieht eher schwierig aus. Wir sehen uns im kleinen Dorf etwas um, dann müssen wir uns aber auf den 16km langen Rückweg in unsere Bucht machen. Der Weg gibt uns wunderschöne Ein- u. Ausblicke auf die Insel und führt uns Talauf u. abwärts an zwei Sandbuchten vorbei, die zwar zum Baden einladen aber zum Ankern wären sie nicht geeignet, der Wind pfeift um das Kap herum und bringt viel Welle mit. Geschafft und müde kehren wir nach 4 ½ stündiger wundervoller  Wanderung  zum Schiff zurück wo wir uns ein gut gekühltes, kostbares Bier genehmigen. Das halbe Liter Flaschenbier kostet hier 270 CFP was so ca. 2,30 € ausmacht, das Dosenbier ist noch teurer, das ist der einzige Wehrmutstropfen in Franz. Polynesien der Alkohol hier ist wirklich schweineteuer, aber sonst ist es hier einfach ein Traum. Im Ort geht es recht beschaulich zu, die Männer spielen am Strand Fußball, die Frauen schneidern in der Mairie (Gemeindehaus) spezielle Tücher, überall wird Grund und Boden sauber gehalten uns alles sehr gepflegt. Am Sonntag Nachmittag wird gemeinsam musiziert, Männer und Frauen sitzen zusammen und spielen Gitarre und Ukulele.