Toau

Ein weiteres kleines Atoll ist Toau, wo wir in Anse Amyot an einer Boje festmachen. Anse Amyot ist ein falscher Pass, man kann nicht in das Atoll einfahren, ist aber sehr geschützt. Wir machen einige Schnorchelgänge wobei ich eine ca. 1,5mt. lange Muräne entdecke. Ich trau mich gar nicht ran zu schnorcheln so grimmig sieht sie aus. Abends legt der Wind ein wenig zu, wir haben ca. 20kn Wind. Plötzlich hören wir jemanden schreien, wir liegen lesend schon im Bett, Hannes springt raus und sieht ca. 2mt neben unserem Schiff ein Boot vorbeitreiben. Es ist unser Bootsnachbar der an der Boje vor uns lag, sein kleines relativ leichtes Schiff ist mitsamt der Boje auf Drift gegangen. Wir und er hatten großes Glück, dass nichts passiert ist, es war jedoch knapp für ihn, das Riff war nicht mehr weit, er konnte noch rechtzeitig die Maschine starten, das Schiff von der treibenden Boje losmachen und eine andere Boje aufsuchen. Aber alles bei Wind und finsterer Nacht, leider kein lichtspendender Mond in Sicht. Wir halfen so gut wir konnten mit unserem Scheinwerfer damit er die Bojen leichter ausmachen konnte. Er bekam die Zeit an der Boje gratis und ein Abendessen gab es auch noch als Entschädigung von der Familie die die Bojen betreibt, für die beiden Segler aus Jersey sehr willkommen denn sie sind absolut low buget unterwegs, also Glück im Unglück. Wir ließen sicherheitshalber auch noch unseren Anker ins Wasser, denn unser Boot ist wesentlich schwerer, nicht dass wir auch abzutreiben anfangen, das Vertrauen in die Boje ist futsch. Nach ein paar sehr ruhigen Tagen und einigen Sundowner mit Tommy u. Helen brechen wir dann schließlich auf zur nächsten Etappe nach Tahiti.