Hapaii – Tonga

 Etwas stürmische Überfahrt die 80 sm runter von der Vavau-Gruppe weiter südlich in die mittlere Gruppe von Tonga nach Hapaii. Es war wenig Wind aus Ost vohergesagt und etwas Regen, wir starteten um 17.00 Uhr nachmittags, um noch bei Tageslicht all die Riffe hinter uns zu lassen. Wir motorten raus aus der Inselgruppe mit der Hoffnung auf Wind, als wir aus der Inselabdeckung rauskamen hatten wir für 2 Stunden den vorhergesagten Ostwind danach absolute Flaute, also Motor wieder an. So um 23.00 Uhr kam der Wind zurück, aber gleich mit 35kn aus SSE also auf die Nase und Gewitter rund um uns. Wir können nicht segeln, wir kämpfen uns mit Motor gegenan. 2 andere Segelboote sind in unmittelbarer Nähe auf dem selben Weg, wir funken uns zusammen, jeder hat dieselbe Taktik, jeder versucht gegenanzuhalten und sollte der Wind nicht drehen, dann werden wir umkehren. Wir haben dermaßen viel Regen, daß wir nicht weiter als 10mtr. über den Bug hinaussehen können, es prasselt nur so runter, die Wellen sind hoch. Immer wieder halten wir Ausschau so gut es geht wo sich die 2 anderen Boote befinden, aber keine Chance diese bei dem Wetter zu entdecken. So gegen Mitternacht dreht der Wind ein wenig und wir können segeln mit unserer Fock, das kleinste Segel das wir haben genügt, hart am Wind, das Schiff wird ordentlich eingesalzen. Hannes hat ein Horrorerlebnis bei seiner Nachtwache, die Nerven eh schon angespannt aufgrund der Wettersituation, bläst nur 5 Meter neben unserem Schiff ein Wal aus und taucht aus den Tiefen auf. Hannes bekommt fast einen Herzinfarkt, eine Kollission mit diesem riesigen Tier wäre denkbar schlecht. Wir machen guten Speed so erreichen wir Hapai im Morgengrauen, in Lifuka der Haupstadt gehen wir vor Anker. Dann Einklarieren das übliche Prozedere, recht viel hat die ärmliche, kleine Stadt nicht zu bieten. Wir segeln weiter zur she nahen Insel Uoleva wo es uns sehr gut gefällt. Weißer Sandstrand soweit das Auge reicht. Wir besuchen noch zwei weitere Inseln in Hapaii. Die erste liegt weiter westlich und ist eine kleine sehr verschlafene Insel, keine Touristen, kein wifi. Haafeva hat aber dennoch ihren Reiz, sie bietet einen geschützten Ankerplatz, diese sind in der Hapaii-Gruppe dünn gesät.Danach geht es weiter nach Nomuka Iki wo gerade mit dem Bau des königlichen Yachtclubs begonnen wurde. Ein winziges Eiland mitten im Pazifik die nur wenige sm entfernt versorgt wird durch die größere Schwesterinsel Nomuka.Hir können wir wieder rund um die Insel spazieren und die Wale beobachten. Eine ganze Herde zieht durch, 20 Tiere durchstreifen die Bucht, wir können diese wundervollen Tiere aus unmittelbarer Nähe beobachten. Die Leute hier in Tonga tragen über ihrer normalen Bekleidung einen traditionellen Schmuck, gefertigt aus Palmblättern, die ins Salzwasser gelegt werden um sie weich zu machen. Nach einiger Zeit werden die Blätter aus dem Wasser gezogen. Dann lässt sich der grüne Teil der Blätter entfernen, übrig bleiben die Blattfasern die dann zum Trocknen aufgehängt werden. Nach all den Arbeitsschritten ist die Blattfaser sehr weich und geschmeidig, sieht beinahe aus wie Holzspäne, ist aber viel länger und fühlt sich beinahe wie Wolle an. Die Frauen fertigen daraus Palmmatten, diese werden von den Männern die hier vielfach statt Hose einen Wickelrock tragen, als Schmuck über den Rock getragen.