Warten, warten…

Wir warten nun schon 14 Tage auf ein gutes Wetterfenster um hoch nach Fiji zu segeln. Täglich prüfen und analysieren wir das Wetter, doch die richtige Wetterphase will sich noch nicht einstellen, entweder haben wir zu viel Wind in Sturmstärke oder es gibt so wenig, was bedeuten würde beinahe die gesamten ca. 1000sm zu Motoren. Das wollen wir natürlich auch nicht, wir haben ja ein Segelboot und kein Motorboot. Wir haben uns nun in die Marsden Cove Marina verlegt, aus ganz banalen Gründen. Zum Einen können wir zu jeder Tageszeit bequem an Land gehen. Was für uns viel Freiheit bedeutet. Wären wir am Ankerplatz, hätten wir ständig mit der Feuchtigkeit zu kämpfen. Da es in NZ nun Herbst ist, sind die Sonnenstunden, vorausgesetzt die Sonne scheint in „Whangarain“, sehr kurz, und das Deck sowie das Dingi ist immer Naß. Das würde heissen wir hätten ständig einen nassen Po wenn wir uns ins Dingi setzen um an Land zu fahren, ist auch nicht so prickelnd, zumal die Sachen dann auch schlecht trocknen. Zum Anderen genießen wir den absoluten Komfort einer heißen Dusche in der Marina. Wir nutzen die Wartezeit mit vielen Spaziergängen rund um die Marina. Wir haben wieder zu joggen begonnen, was uns beiden sehr gut tut, es ist schon erstaunlich, dass sich der Körper nach 3 Jahren sportlicher Auszeit so gut an die Bewegung erinnert. Siehe da unsere Kondition die wir früher hatten, ist nicht vollständig verschwunden, und wir können noch immer mit einem ganz flotten Tempo eine Stunde laufen ohne Probleme zu bekommen, sehr erfreulich. Wir lassen es uns gut gehen, haben Pizzaabend, denn ganz in der Nähe ist eine Pizzeria mit Lieferservice, ganz wie zuhause. Hier knüpfen wir auch wieder neue soziale Kontakte mit anderen Seglern, und halten die Alten aufrecht. Mit unseren Freunden aus Schweden Thommy und Helen haben wir immer wieder sehr nette Abende wo wir schwatzen und gutes Essen genießen. Hannes hat jetzt endlich wieder Zeit mit seiner Gitarre zu spielen, und ich kann seit sehr langer Zeit mal wieder ungestört ein Buch lesen. Natürlich haben wir auch immer wieder was am Boot zu tun, man sollte es ja nicht glauben, wir unternahmen mit unserem Dingi 2 kurze Fahrten und eine Nacht ließen wir das Beiboot im Wasser, und genau da hat ein Seelöwe der sich hier in der Bucht herumtreibt in unser Dingi gebissen. So ein Luder, auf einer Seite entwich die Luft, also Kleber rausholen, Hyperlonflecken zuschneiden und das Dingi kleben. Einen Tag unaufgeblasen liegen lassen, dann aufpumpen und sehen ob alles wieder dicht ist und die Luft drinbleibt. So ist das Seglerleben, kaum glaubt man, man hat alles erledigt, sorgt irgendwas für neue Aufgaben, es ist trotzdem immer etwas zu tun.