Lau Gruppe – Vanua Balavu

Weiter gings nach Vanua Balavu, dies ist die Hauptinsel der Lau Gruppe, die sich im Osten von Fiji befinden. Sie ist die drittgrößte der Lau Inseln und von einem Außenriff umgeben, und wie soll es auch anders sein vulkanischen Ursprungs. Wir erleben hier die Menschen Fiji´s so ursprünglich wie kaum sonst wo. Zuerst fahren wir in die „Bay of Islands“, wo wir vor Anker gehen. Wir sind umgeben von schroffen steilen Felsen, die üppig mit tropischem Gehölz bewachsen sind. Diese Bucht ist durchsetzt mit vielen einzelnen Pilzinseln die schroff aus dem Wasser ragen. Gemeinsam mit unseren schweizer Freunden vom Catamaran She-San, starten wir mit dem Dingi zum 5sm entfernten Ort der Insel um dem Chief das hier übliche Sevu Sevu zu überreichen, denn erst dann bekommt man die Erlaubnis sich im Dorf frei zu bewegen. Wir starten also unser Dingi und just im dem Moment rauscht ein Squall durch der uns Welle, Regen und schlechte Sicht beschert. Pitschenaß kommen wir im Ort an, wir ziehen uns schnell um, denn die Damen müssen Schultern und Knie bedeckt haben, wenn sie an Land kommen. Dann geht es ab zum hiesiegen Chief der uns in einer Art Versammlungshaus begrüßt, freudig das Bündel Kawa in Empfang nimmt, einige Worte murmelt, sich bedankt und dann noch die von uns gestellten Fragen beantwortet. Danach haben wir die Lizenz frei im Ort herumzuspazieren, was wir auch ausführlich machen. Der Ort besteht aus einigen kleineren und größeren Häusern, die allesamt sehr gepflegt erscheinen. Es gibt sogar auch eine kleine Schule, und einen Dorfladen, der sich einfach in einer Ecke des Privathauses installiert wurde. Ich unterhalte mich mit den Damen und kaufe eine Kleinigkeit nur um die Menschen hier zu unterstützen. Viele Häuser sind komplett zerstört durch den Cyclon Winston der 2015 mit über 350km/h über Fiji gebraust ist. Viele Dächer wurden weggefegt und eine Frau aus dem Dorf starb, erschlagen von den Trümmern, sehr traurig, zumal diese Menschen eh schon sehr wenig haben, und der Wiederaufbau nur schwer zu bewerkstelligen ist. Das Leben hier ist recht Beschaulich, in den Häusern gibt es kaum Einrichtungsgegenstände, es wird  am Boden auf Kokosmatten geschlafen, die Küche besteht aus einigen Holzregalen und einem Gasofen, alles ganz einfach. Die Menschen erleben wir als sehr offenherzig und überaus freundlich. Wir verbringen einige nette Tage in der Bay of Island, wir unternehmen Dingifahrten durch die bizarre Pilzinsellandschaft, gehen Schnorcheln, und lauschen jeden Abend dem Konzert der Flughunde die hier in reichlicher Zahl in den vielen Höhlen wohnen. Hannes und Reto spielen Gitarre, Angela und ich versuchen sie mit unserer Stimme zu unterstützen. Wir haben sehr lustige gemeinsame Abende, Hannes und Reto singen das Schlumpflied, wir haben es aufgezeichnet bei Gelegenheit gibt’s das mal auf Youtube zu hören.