Malolo lailai

Malolo Lailai ist eine kleine Insel und gehört zur Inselgruppe Mamanuca Islands an der Westseite von Fiji. Es sind zwei Resorts wobei das Musket Cove Resort auch Moorings in der Bucht hat, die man für wenig Geld mieten kann, für uns Segler sehr wertvoll, da der Ankerplatz meist recht voll und der Ankergrund tief. Im Resort können wir für umgerechnet ca. 5 Euro die Poolanlagen und die Duschen benutzen. Auch können wir uns an der Bar erfrischen, und die Grills benutzen. Wir treffen endlich auch die österreichischen Segler von SY Cayenne – Sabine u. Hannes, wir verstehen uns auf anhieb super, die Zwei sind schon 11 Jahre mit ihrem Boot unterwegs und haben dementsprechend viel zu erzählen. Wir verbringen einen wunderbaren Abend auf der Cayenne, den Sabine ist eine hervorragende Köchin, sie verwöhnt uns mit vielen Leckereien, es wird sehr spät und wir haben viel Spaß zusammen. Wir unternehmen einen Schnorchelgang sowie viele Wanderungen. Wir wandern auf den höchsten Berg der Insel die uns fast umbringt, denn es ist drückend heiß und wir haben wieder mal kein Wasser mit. Völlig dehydriert kommen wir bei einem kleinen Haus vorbei, ein Mann sitzt im Rollstuhl und ruft Bula, Bula come up to me. Er spendiert uns Wasser, und wir unterhalten uns sehr gut mit ihm. Er erzählt uns von seinem Unfall seit dem er im Rollstuhl sitzt, von seiner Frau die im Resort arbeitet und seinem Sohn der in Suva zur Schule geht. Er freut sich sehr wenn er Leute trifft und mit ihnen plaudern kann, so bekommt sein Tag etwas Farbe und ist nicht so langweilig. Er kann nur im Haus herumfahren mit dem Rollstuhl, in den Garten kann er nicht, denn dazu müßte er über die 5 Stufen runter, dazu braucht er aber seine Frau. Er lebt schon sehr lange ohne seine Beine benutzen zu können, ist aber sehr fröhlich und guter Dinge. Schon erstaunlich wie positiv er dem Leben gegenübersteht trotzt seiner Behinderung, da können wir viel von ihm lernen. Wir verabschieden uns von ihm und versichern ihm nächsten Tag wiederzukommen. Gesagt, getan am nächsten Vormittag brechen wir mit dem Dingi gemeinsam mit Sabine & Hannes auf zur kleinen Insel, sie begleiten uns diesmal auf den Berg, heute haben wir Wasser mit. Es ist noch High Tide, wir können beinahe bis zum Strand ranfahren, wir haben Kava mit, Sabine hat Hemden und Hosen für unseren Freund „Manassa“ mit, er freut sich riesig. Wir wandern danach noch rauf auf den Berg, bei dem wir einen herrlichen Blick auf die Ankerbucht genießen können. Als wir zum Dingi zurückkommen ist leider absolute Low Tide und wir müßen das Dingi über das trocken gefallene Land tragen. Hannes montiert den Motor ab, den schleppt Hannes SY Cayenne und wir tragen das Dingi, wobei Sabine und ich es abwechselnd tragen. Ist doch ganz schön weit bis zum Wasser. Aber mit vereinten Kräften schaffen wir die 300 Meter über die sumpfige Landschaft.