Little Bay in Vanua Balavu

Wir bringen Kava zum Dorfchef, dazu müssen wir 1,5 Std. entlang der Küste ins Dorf wandern. Tui ein sehr netter Mann, begleitet uns und führt uns später durch das ganze Dorf. Wir besuchen die Schule, die nach Cyclon Winston erst ganz neu wieder errichtet wurde. Wie viele andere Häuser in der kleinen Village die ebenfalls das Dach verloren haben. Hannes und Angela erklären den Kindern von wo wir herkommen, Austria und Europa sind den Kleinen völlig unbekannt. Tui drängt uns schon zum Aufbruch er will Mittags zuhause sein, er hat eine Überraschung für uns vorbereitet. Als wir bei ihm zuhause eintrudeln, hat seine Frau Pui schon Mittagessen für uns vorbereitet. Sie war dazu am ganzen Vormittag fischen, denn es gibt frittierten Fisch mit Kasava und ganz traditionell Fisch in Kokossauce, es schmeckt alles sehr lecker. Kasava ist eine sehr stärkehaltige Wurzel und ist unserer Kartoffel gleichzusetzen. Als Nachtisch wird uns ein Kompott aus süßen Kochbananen gereicht, sehr erfrischend, wir sind beschämt, sie haben so wenig und geben so viel. Wir versehen uns sehr gut mit Tui und seiner Frau Pui, wir laden sie auf unser Schiff ein, und überreichen ihnen Lebensmittel sowie gibt’s frisch gebackenes Brot mit Butter zum kosten. Sie genießen es sehr, für die Beiden ist es das erste mal, dass sie ein Boot von innen sehen. Pui gibt mir wertvolle Tipps zum Fischen, dafür schenke ich ihr einige Angelhaken, ihre Augen leuchten vor Freude. Immer wieder staunen wir über die Gastfreundschaft der Fijianer. Tui lädt uns zum Kava trinken ein, wir hatten ursprünglich gehofft, das bleibt uns erspart, aber eine Einladung können wir nicht ausschlagen. So versammeln wir uns Angela u. Reto von SY She-San und wir rund um den Tisch bei Tui & Pui. Er rührt das Kava in Wasser an, lässt es etwas ziehen, es entsteht eine Art graubräunlicher Sud, der sehr stark an erdiges Wasser erinnert, es schmeckt ein wenig Bitter und auch etwas erdig. Nicht so unser Ding, aber es wäre eine Beleidigung wenn wir das Gebräu nicht trinken würden. Er trinkt als erster, danach verteilt er das Kava in einer Kokosnußschale nacheinander an jeden, und jeder von uns muß austrinken, dann wird in die Hände geklascht und Vinaka (Danke) gesagt. So sitzen wir und plaudern miteinander, Tui schenkt eine Runde nach der anderen aus, nach der 3 Runde streiken wir, denn unsere Zungen fühlen sich schon etwas taub an. Kava hat eine ähnliche Wirkung wie Baldrian, sehr beruhigend.

Arbeiter im Dorf

Früchteernte

Angela & Hannes erklären unsere Seereise.

Tui unser Gastgeber

Das Dorf

Beim Dorfchief

Hannes & Reto in Pose

Kavatrinken

schmeckt eingenartig

Hannes geht es nicht anders

Tui

Tui´s Haus

Pui beim Fischen