November ´18

Auf der Fahrt von Niningo zu den Phillipinen hatten wir zum Teil sehr wenig bis gar keinen Wind. In manchen Nächsten holten wir die Segel ein und schliefen die Nacht da ohnehin kein Wind vorhanden war, wir kamen nur langsam voran, doch nach 14 Tagen auf See erreichten wir dann doch endlich die Küste von Mindanao, wo wir in den Golf von Davao einliefen. Wir hatten so manches Eigenartiges Erlebnis während unserer Fahrt, so segelten wir durch ein Wassergebiet wo Unmengen von Müll und Holz in unterschiedlichen Größen auf uns zutrieb, ganze Bäume kamen auf uns zu, immer wieder mussten wir ausweichen. Einmal wickelte sich ein Seil um unsere Schiffsschraube, Hannes ging mitten in der Nacht tauchen um die Schraube wieder frei zu kriegen. Ein anderes Mal tauchte unmittelbar vor uns ein Schiff auf, ohne AIS-Signal, es war ein Schlepper der mittels dicken Leinen ein riesiges Floß schleppte, darauf befanden sich Container und Baumaschinen, wir funkten ihn an aber keine Antwort. Dann hatten wir große Seevögel die unbedingt auf unseren Solarpaneelen landen wollten, doch unser Windgenerator lief, die Rotorblätter hätten den Vogel getötet, wir versuchten die Vögel zu verscheuchen, doch die waren so hartnäckig, wir konnten zwar verhindern, dass sie sich auf den Paneelen niederließen, doch am Bug unseres Schiffes ließ sich einer nieder und blieb dort die ganze Nacht sitzen und schlief, erst bei Sonnenaufgang hob er wieder in die Lüfte ab. Im Golf von Davao herrscht eine starke Strömung, wir hatten leider das Pech, dass wir zur Strömung noch starken Gegenwind und eine unmögliche Welle zu überwinden hatten. Wir konnten nur mit Motor gegen an  halten, unser Speed betrug zum Teil nur noch 1,7kn also sehr langsam. Mindanao ist eine Insel im SE von den Phillipinen, mit der Hauptstadt Davao. Wir sind zur Zeit gut vertaut auf der Insel Samal in der Holiday Ocean Marina. Von hier aus machten wir uns auf den Weg um einzuklarieren. Wir sind in einer völlig anderen Welt, asiatisch, quirlig, laut, chaotisch aber uns gefällts.