Abenteuerurlaub auf der Blue Lilly

In Spilia

In Spilia

Wir sind in Benitses um zum Einen Iris zum Flughafen zu bringen und zum Anderen erwarten wir schon die nächsten Gäste. Meine Schwester Regina u. mein Schwager Othmar begleiten uns für 16 Tage an Bord. Für Regina ist es das erste Mal, dass sie auf einem Segelschiff ist, dementsprechend ist ihr Blick genial und Bände sprechend  als sie die Vorderkabine sieht die für diese Zeit ihr Schlafplatz sein wird. „Da soll ich schlafen, das ist doch unmöglich, so klein und eng!“ Nach der ersten Nacht wusste sie dann, dass man sehr wohl und gut in der Vorderkabine schläft. Am späten Vormittag laufen wir aus zur Boukari Bucht (Korfu) dort wollen wir vor Anker gehen und übernachten. Ist eine wunderbare Bucht kurz vor Petriti wo sich alle Segler einfinden die weiter runter nach Lefkas wollen und dementsprechend überlaufen, wir sind nur ein paar Meter entfernt und völlig allein in der Bucht. Der Mensch ist eben ein Herdentier. Abends wollen wir zum nahegelegenen Restaurant essen gehen, da wir nicht alle 4 auf einmal ins Beiboot passen, fährt Hannes mit Othmar zum Steg. Nach einiger Zeit kommt mir schon komisch vor, dass Hannes nicht zurückkommt um uns abzuholen, also ein Blick durch das Fernglas was los ist. Ich erkenne es nicht ganz genau, ich weis nur, dass da was nicht stimmt. Etwas später kommt Hannes dann doch, nur dass, das neue Dingi auf einer Seite keine Luft mehr hat und Hannes Mühe hat, dass der Motor nicht auch noch absäuft. Hannes erzählt uns, dass ein alter etwas verwirrter Mann die Leine angenommen hat und damit das Boot dann direkt in einen Nagel gezogen hat. Wir müssen das Dinigi reparieren, wir säubern und kleben die Rißstelle und hoffen, dass es hält. Othmar schwimmt zum Boot zurück und Abendessen gibt’s auf der Lilly. Von Boukari aus fahren wir in die Karibikbucht nach Antipaxoi. Auf dem Weg dorthin begegnen wir einer ganzen Delphinschule, atemberaubend wie diese Tiere mit dem Boot und um uns herum spielen, sie vermitteln Lebensfreude pur. Wir gehen in Antipaxoi vor Anker und genießen des Rest des Tages. Nächsten Morgen kommen schon sehr bald  viele weitere Segler und eine Menge Ausflugsboote, plötzlich bricht sozusagen die Hölle los in der sonst so ruhigen Bucht. Die Küstenwache ist auch unterwegs und geht bei der Lilly längsseits, was wollen die von uns? Wir  müssen uns verholen, wir seien zu Nahe am Strand, so verscheuchen sie alle Segler die den Ausflugsbooten den Platz nehmen, Massentourismus hat eben Vorrang. So gehen wir Anker auf, ich hole ihn ein, doch dort wo der Anker hängen soll ist nur noch der Ankerwirbel drauf, oje wir haben unseren Anker verloren. Hannes schnappt sich die Flossen und das Dingi, ich fahre uns raus aus dem Gewühl und drehe draußen vor der Bucht immer wieder meine Runden. Hannes versucht mit Othmar gemeinsam den Anker rauf zu tauchen. Nach einiger Zeit gelingt ihnen das auch, und ein kleines Motorboot bringt die Beiden sowie den geborgenen Anker raus zur Lilly. Wir reparieren den Ankerwirbel und geben zusätzlich eine Schraubensicherung rein. Wir fahren weiter nach Lefkas (Bucht Vaasiliki), danach nach Ithaka (Bucht Vathi), dort leihen wir und 2 Mopeds aus und erkunden die Insel. War ein sehr lustiger und von atemberaubenden Ausblicken auf die Inselküste geprägter Tag. Weiter geht’s nach Meganisi wo wir ein paar Tage bleiben und uns mit schnorcheln, schwimmen und spazieren sowie gutem Essen die Zeit vertreiben. Dann fahren wir in die nächstgelegene Bucht nach Spilia, dort angekommen macht Hannes einen Motorcheck. Er sieht wieder Schwarz! Viel Öl ist schon wieder am Boden, wir brauchen abermals einen Mechaniker, es dürfte wiederum der Simmering undicht sein den wir erst vor kurzem wechseln ließen. Wir sprechen mit dem Restaurantbesitzer der auch den Steg betreibt, der gibt uns eine Telefonnummer. Hannes ruft an, ja wir können kommen müssen aber mit der Lilly noch nach Lefkas in die Bucht Nidri fahren. Also brechen wir gleich auf, ich bin am Steuer und Hannes ist beim Motor, leider zuerst kein Wind so stellen wir den Motor immer wieder ab, damit er abkühlen kann. Dann kommt endlich Wind auf und wir können nach Nidri wunderbar segeln. So segeln wir direkt ins Ankerfeld und bis kurz vor dem Steg, da ist schon das große Motorboot der Firma „ Ionian Yacht Assistance“ die uns mit sehr viel Gefühl an den Steg manövriert. Die Mechaniker der Firma kommen auch sofort und begutachten den Motor, dieser baut irgendwo massiven Druck auf.  Der  Druck muß von den Zylindern kommen. Hannes und ich beratschlagen uns, und uns reicht es jetzt wir haben die Nase voll vom alten Motor, all die Probleme die wir hatten waren mit dem Motor verbunden. Er muß raus, so wollen wir nicht um die Welt segeln, mit dem ständigen Gefühl der Motor springt nicht an oder er streikt vielleicht überhaupt und meistens passiert das ja genau dann wenn man die Maschine auch wirklich braucht.  Also bestellen wir einen neuen Motor! Wir entscheiden uns für einen Ynamar 4 Zylinder mit 54 PS. Wir sind beim der Firma „Ionian Yacht Assistance“ sehr gut aufgehoben, der alte Motor hat sich einen super Zeitpunkt ausgesucht um aufzugeben. Wir liegen hier am Steg mit der Blue Lilly, können den nahegelegenen Pool benützen es geht uns rundherum gut. Regina und Othmar können auch noch den Rest ihres Urlaubes am Pool genießen, alles in Ordnung, so feiern wir  bei einem gemeinsamen opulentem Abendessen den neuen Motor und unsere gemeinsame ereignissreiche Zeit.

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Regina voll konzentriert

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Die Wilden

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Blick auf Itakha (Bucht Vathi)

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Kalimeros

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Othmar im Einsatz

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Lefkas Südkap

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Karibikbucht

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Wäschetrocknen mal anders

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herrliches Mittagessen

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Sonnenuntergang Bucht Boukari

Sonnenuntergang Bucht Boukari